Honigsorten im Überblick

Bevor wir uns den zahlreichen Honigsorten zuwenden, werfen wir einen Blick darauf, wie Honig nach dem deutschen Lebensmittelrecht definiert wird:

Demnach kann nur dann von Honig die Rede sein, wenn Bienen den süßen Pflanzensaft sammeln, um daraus Honig zu produzieren. Das Wörtchen „sammeln“ ist in diesem Zusammenhang wichtig, es reicht nicht, die Tiere einfach nur mit beispielsweise Zuckerrohrsaft zu füttern, um schneller an die Ernte zu kommen.

Somit dürfte klar sein, wie die verschiedenen Honigsorten innerhalb der Herkunftsart zustande kommen. Steht der Bienenstock nahe eines blühenden Rapsfeldes, steuern die Tiere Rapspflanzen an und es entsteht Rapshonig. Befindet sich die Bienenbeute in einem duftenden Tannenwald, gibt es Wald- oder Tannenhonig.

Honigvielfalt an einem Marktstand

Was unterscheidet Honig voneinander?

Im Grunde unterscheiden sich Honigsorten entweder durch die botanische Herkunft, Gewinnungsart, Angebotsform oder Zweckbestimmung:

  • Blütenhonig oder Nektarhonig

Blütenhonig entsteht dann, wenn Bienen auf der Suche nach Nahrung Blüten ansteuern, um den süßen Pflanzensaft zu sammeln. Blütenhonig ist meist hell und von mildem, zarten Geschmack.

  • Honigtauhonig

Es mag sich nicht unbedingt allzu appetitlich anhören, aber Honigtau entsteht aufgrund der Ausscheidungen von beispielsweise Blatt- und Schildläusen. Diese ernähren sich ebenfalls von Pflanzensäften und hinterlassen auf Blättern, Nadeln und auf Ästen einen klebrigen Film: Honigtau. Waldhonig aus Tannenwäldern ist beispielsweise immer Honigtauhonig – du erkennst ihn an seiner etwas dunkleren Farbe und seinem würzigen Geschmack.

  • Waben- Scheibenhonig

Wabenhonig ist ein echtes Schmankerl. Mit dieser Honigform fing alles an, denn die Urvölker nutzen die süße Köstlichkeit als Waben- beziehungsweise Scheibenhonig. Dabei handelt es sich um den Honig, der sich noch in den verdeckelten, brutfreien Zellen der Waben befindet.

Interessant dabei, es handelt sich dabei um von den Bienen selbst gebaute Waben. Wabenhonig ist die natürlichste Honigsorte überhaupt, denn es sollte keinerlei Behandlung gegeben haben. Weder mechanisch, noch thermisch noch sonst in irgendeiner Form.

  • Honig mit Wabenteilen

Die Bezeichnung verrät es: Die Basis für diese Sorte ist Wabenhonig. Dieser wird mit kleingeschnittenen Honigwaben gemischt und so verkauft.

  • Tropfhonig

Um Tropfhonig zu gewinnen, werden die reifen, entdeckelten Waben so aufgestellt, dass der Honig aus den Waben abtropft. Es ist eine traditionelle Erntemethode, die besonders artgerecht und schonend ist. Zudem ist Tropfhonig tatsächlich ein kulinarisches Highlight, da er sehr aromatisch ist.

  • Schleuderhonig

Schleuderhonig wird mittels der Fliehkraft gewonnen. Die Waben werden in eine Honigschleuder gestellt und durch die Zentrifugalkraft „fliegt“ der Honig aus der Wabe. Schleuderhonig dürfte die am häufigsten angewandte Erntemethode sein.

  • Presshonig

Bei dieser Methode werden die Waben aus den Rähmchen geschnitten, zerkleinert und anschließend ausgepresst. Dadurch gelangt weniger Luft an den Honig und wertvolle Inhaltsstoffe und Bestandteile bleiben enthalten.

  • Gefilterter Honig

Wenn dir gefilterter Honig angeboten wird, solltest du wissen, dass diesem Honig anorganische und organische Stoffe entzogen wurden. Im Prinzip dient das Filtern der Fließfähigkeit und er wird hauptsächlich industriell verarbeitet. Im Handel beim „normalen“ Verbraucher landet diese Honigsorte eher nicht.

  • Backhonig

Hierbei handelt es sich ausschließlich um eine Honigsorte, die der Industrie dient. Entweder als Zutat für bestimmte Nahrungsmittel oder komplett für industrielle Zwecke.

Damit hast du einen Überblick darüber, welche Honigsorten es gibt. Natürlich darfst du dich auf weitere Unterscheidungen freuen – magst du gerne cremigen oder kristallklaren Honig? Soll das goldfarbene Bienenprodukt eher mild oder doch kräftig im Geschmack sein? Möchtest du lieber einheimischen oder exotischen Honig? Schauen wir mal, ob dir folgende Sorten das Wasser im Munde zusammen laufen lassen.

Honigsorten nach Alphabet

  • Acahual Honig

Eine feine Nuance Vanille, gepaart mit der würzigen Note des fruchtbaren Hochlandes in Mexiko: Acahual Honig. Ein fein cremiger Blütenhonig, dessen Ursprung in den sonnengelben Blüten des mexikanischen Acahualstrauches liegt.

  • Akazienhonig

Echter Akazienhonig kommt meist aus Ländern, deren Klima tropisch beziehungsweise suptropisch geprägt ist. Er ist mild, kristallklar und schmeckt sowohl auf dem Butterbrot als auch im Tee. Übrigens wird gerne mal Robinienhonig als Akazienhonig verkauft, dabei handelt es sich aber um sogenannten „falschen Akazienhonig“.

  • Anzer Honig

Anzer Honig ist einer der teuersten Honigsorten weltweit und er stammt aus der Türkei. Pro Jahr werden lediglich einige hundert Kilo geerntet. Der Blütenhonig enthält ausschließlich Nektar und Pollen von Kräutern und Blumen, da in der Ursprungsregion (Anzer Plateaus) keine Bäume wachsen. Er dient als Brotaufstrich, dennoch wird er aufgrund seiner gesundheitlichen Wirkung hoch geschätzt.

  • Avocadohonig

Der dunkle Avocadohonig stammt meist aus den tropischen Regionen Mexikos. Der bis zu 15 Meter hohe Acocadobaum liefert den Bienen genug Nektar für einen ausgezeichneten Honig. Geschmacklich harmoniert eine feine Pflaumennote mit fruchtigen Elementen.

  • Bergblütenhonig

Hochalpine Regionen sind die Heimat der Bienen, die sich an den wild wachsenden Bergblumen verköstigen. Je nach Region ist der Blütenhonig von dunkler Farbe und zeichnet sich durch ein kräftiges Aroma aus.

  • Bienenhonig

Bienenhonig ist der Oberbegriff für das naturbelassene Produkt.

  • Blatthonig

Als Blatthonig wird Honigtauhonig bezeichnet. Hier sammeln die kleinen Insekten Honigtau, um es später zur leckeren Schlemmerei zu verarbeiten.

  • Blütenhonig

Jeder Honig, der aus den Pollen und dem Nektar gesammelter Blüten besteht, wird als Blütenhonig bezeichnet.

  • Brombeerhonig

Der fein fruchtige Honig der Brombeere überzeugt durch sein zartes Aroma. Seine leichte Süße beschert ihm viele Anhänger. Es ist eine eher seltene Sorte, die fast schon „Suchtpotenzial“ in sich birgt.

  • Buchweizenhonig

Du bist erkältet? Du magst Honig im Tee? Oder du liebst sie, diese herrlich aromatische, kräftige Süße mit einem hauch Karamelle auf dem Butterbrot? Dann ist der dunkle Buchweizenhonig genau das Richtige für dich.

  • Chili Honig

Chilihonig ist es tatsächlich: scharf. Kaum vorstellbar? Doch. Der Blütenhonig stammt von der Pflanzenart Habanero und die hat es nun mal in sich. Übrigens eignet sich der cremige Honig hervorragend als Zutat bei exotischen Soßen oder als Marinade.

  • Dattelhonig

Die Dattlepalme fühlt sich in Asien und im Mittelmeerraum heimisch. Aufgrund der Vielfalt der Pflanzen und Regionen variiert die Farbe von hellem gelb bis hin zu einem kräftigen Rot. Dattelhonig ist sowohl kristallklar als auch cremig erhältlich. Sehr aromatisch, sehr lecker und keinesfalls von zu schwerer Süße – ausprobieren.

  • Edelkastanienhonig

Diese Sorte beinhaltet sowohl den Nektar der Edelkastanie als auch Honigtau. Das verleiht dem Honig ganz besonderen pfiff, er schmeckt kräftig, blumig und entfaltet ein leicht herbes Aroma.

  • Eichenwaldhonig

Der dunkle Honig stammt aus Spanien und punktet mit einem hervorragenden Aroma. Geschmacklich zeichnet sich diese Sorte durch Harmonie und einer etwas malzigen Note aus.

  • Eukalyptushonig

Auch der Eukalyptus-Honig entsteht durch Honigtau und Blütenpollen. Er schmeckt mild und fein abgestimmt. Eine zarte Karamell-Note rundet das Geschmackserlebnis ab.

  • Fenchelhonig

Echter Fenchelhonig ist ein Erlebnis für Gourmets. Er gehört zu den eher seltenen Sorten, meist wird er als „Honig mit Fenchel“ deklariert. Der echte Fenchelhonig ähnelt dem Edelkastanienhonig, ist dabei aber nicht blumig.

  • Fichtenhonig

Die Fichte zählt zu den Kieferngewächsen und ihr ist zu einem großen Teil der heimelige Waldduft zu verdanken. Bienen sammeln von ihren Nadeln Honigtau und zaubern daraus einen kräftig-aromatischen Honig.

  • Gelee Royal Honig

Dabei handelt es sich um einen ganz besonderen Honig: Er ist mit Gelée Royal angereichert, dem Königinnenfuttersaft, auch als Weiselfuttersaft bekannt. Durch dieses Futter wird eine Königin um ein Vielfaches größer und lebt rund 2 bis 3 Jahre. Der gesundheitliche Nutzen für den Menschen ist belegt und ein Honig mit dieser Anreicherung ist etwas ganz Besonderes.

  • Heidehonig

Heidehonig wird sehr gerne als Scheiben- oder Wabenhonig angeboten. Das liegt an seiner geleeartigen Konsistenz. Überhaupt ist Heidehonig eine ganz eigene Sorte, im Geschmack sehr kräftig und würzig, aber durchaus rund.

  • Imkerhonig

Jetzt wird es verwirrend: Imkerhonig? Sonst basiert die Bezeichnung darauf, was im Honig drin ist. In diesem Fall handelt es sich um eine Sorte, die von einem zertifizierten Imker aus eigener Produktion abgepackt wurde. Allerdings ist diese Bezeichnung nicht geschützt, deswegen solltest du immer beim Kauf darauf achten, dass der Imkerhonig die Aufschrift „Echter deutscher Honig“ trägt.

  • Ingwer Honig

Auch bei dieser Sorte handelt es sich um einen Blütenhonig, dem Ingwer beigefügt ist. Je nach Imker wird dabei Ingwerpulver oder frischer Ingwer verwendet.

  • Kastanienhonig

Bezüglich Kastanienhonig kann man schnell durcheinander kommen. Einerseits gibt es nämlich den Edelkastanienhonig, der schon etwas weiter oben beschrieben wurde, andererseits Rosskastanienhonig – beide haben überhaupt nichts miteinander zu tun. Die Rosskastanie gehört noch nicht einmal zur gleichen Pflanzenart wie die Edelkastanie. Rosskastanienhonig schmeckt sehr harmonisch, dabei dominiert eine kräftige Note. Es ist ein echtes Schmankerl, allerdings gibt es ihn sehr selten.

  • Kleehonig

Kleehonig ist hierzulande eine eher seltene Sorte, zumindest, was die Produktion angeht. Dänemark und Neuseeland sind hauptsächlich die Länder, aus denen der weiße, cremige Honig zu uns importiert wird.

  • Korianderhonig

Das Balkangebirge ist die Heimat der Bienen, die diesen würzigen Honig produzieren. Er ist meist feincremig und schmeckt wunderbar würzig, mit einem blumigen Einschlag.

  • Kornblumenhonig

Der gelbe Kornblumenhonig ist mittlerweile sehr selten geworden, da es einfach nicht genug zusammenhängende Kornblumenfelder mehr gibt. Er schmeckt sehr rustikal bis herzhaft und ist von cremiger Konsistenz.

  • Lavendelhonig

Dieser Honig kann von den Bienen nur in sehr trockenen, heißen Sommern produziert werden, meist in Frankreich. Es handelt sich um eine echte Liebhaber-Sorte, die farblich zwischen allen Gelb-Tönen variiert. Geschmacklich ist Lavendelhonig ein Hochgenuss, denn der Honig ist sehr aromatisch.

  • Lederbaumhonig

Im tasmanischen Nationalpark wachsen Lederbäume, die die Quelle für diese Honigsorte bilden. Er ist cremig und von sehr heller Farbe. Geschmacklich zeichnet sich diese Sorte durch eine vollmundige, würzige Note aus.

  • Lindenhonig

Hier gilt es wieder aufzupassen: es gibt den Lindenhonig und den Lindenblütenhonig. Lindenhonig besitzt einen Anteil an Honigtau, Lindenblütenhonig nicht. Je nachdem, wie hoch der Anteil des Honigtau ist, schwankt die Farbe von weißlich bis zu einem tiefen Gelbton. Er schmeckt fruchtig und erinnert fast ein wenig an Menthol.

  • Löwenzahnhonig

Jeder kennt sie, die leuchtenden Blüten des Löwenzahn. Der Honig gehört zu den ersten im Jahr, die geerntet werden können. Aromatisch, kräftig und vor allem sehr gesund – das ist der hellgelbe, cremige Löwenzahnhonig.

  • Majoranhonig

Er gehört ebenfalls zu den seltenen Sorten und kommt meist aus dem Harzer Vorland. Kräftig-rustikal und zugleich mild-aromatisch. Diese Kombination lässt Honigfreunde genießerisch schlemmen.

  • Mandelhonig

Er ist sehr, sehr selten und stammt hauptsächlich vom Mittelmeerraum. Es ist die erste Blüte nach dem Winter und die Imker brauchen ein Quäntchen Glück, um diesen Honig ernten zu können. Er schmeckt zart und fein nach Mandel.

  • Manuka Honig

Manukahonig kommt aus Neuseeland und wird eher als medizinisches Therapeutikum verwendet. Er enthält wertvolle Bestandteile, die Bakterien, Viren und Pilze bekämpfen.

  • Marmeleiro Honig

Diese Sorte stammt meist aus Brasilien, denn dort ist die Baumart Marmeleiro-proto beheimatet. Der Honig schmeckt fruchtig und leicht blumig und ist von heller Konsistenz.

  • Marzipan Honig

Natürlich handelt es sich bei dieser Sorte um Honig mit eingerührtem Marzipan, was für Freunde der süßen Leckerei natürlich ein echtes Schmankerl sein dürfte.

  • Maya Honig

Die mexikanische Yukatan-Halbinsel beheimatet unzählige Blumen und Blüten, unter anderem auch den Dzidzilche-Strauch, der dem May Honig seine köstliche Rafinesse verleiht. Es ist ein flüssiger, goldfarbener Honig, der sehr vollmundig und harmonisch schmeckt.

  • Orangenblütenhonig

Mediterran, sonnenverwöhnt und voll purer Natur – Orangenblütenhonig ist eine echte Köstlichkeit. Der Blütenhonig punktet mit einer fruchtigen Note, die sich vollkommen harmonisch in die Süße des Bienenproduktes einfügt.

  • Orangenhonig

Orangenhonig kann unter Umständen Blütenhonig mit Orangenessenz sein, doch auch diese Kombination wäre ein versuch wert.

  • Phaceliahonig

Ursprünglich stammt diese Honigsorte aus Mexiko und dem Südwesten der USA. Mittlerweile fühlt sich die violett blühende Phacelia-Pflanze auch hierzulande wohl und spendet den Bienen ihren pollenreichen Nektar. Daraus ergibt sich ein fast weißer Honig, der einen ausgezeichneten, milden Geschmack aufweist.

  • Pinienhonig

Der Mittelmeerraum ist die Region, in der sich die Pinienwälder der Sonne hingeben. Der Honigtauhonig schmeckt fein würzig, etwas herb und erfreut Gourmets mit seiner orientalischen Note.

  • Propolis Honig

Du möchtest einen echt gesunden Honig? Dann ist Honig mit Propolis das Richtige. Zwei Bienenprodukte, harmonisch vereint. Propolis ist eine echte Wunderwaffe gegen eine Vielzahl von Beschwerden – und dann noch in Verbindung mit gutem Honig – besser kann gesunde Nahrung gar nicht sein.

  • Quillaja Honig

Chile ist die Heimat des Quillaybaumes, der in den Anden in Höhenlagen von bis zu 2000 Metern wächst. Die unberührte Natur der Bergregion bringt eine Honigsorte zum Vorschein, die sich feincremig und mit einer aromatischen, intensiven Note präsentiert.

  • Rapshonig

Rapshonig ist ein echter Klassiker und wird hierzulande rege angeboten. Er überzeugt durch seine feine Süße, die es besonders Kindern angetan hat.

  • Rapsblütenhonig

Rapsblütenhonig ist ein reiner Sortenhonig, der die gleichen Eigenschaften aufweist wie Rapshonig.

  • Robinienhonig

Unter Robinienhonig verstehen Imker eigentlich die korrekte Bezeichnung für Akazienhonig, der weiter oben schon beschrieben wurde.

  • Rosmarinhonig

Du schätzt Rosmarin in Verbindung mit Kartoffeln oder generell als Gewürz? Dann versuche diese helle, wohlduftende Honigsorte aus Spanien und anderen südlichen Ländern, die mit ganz wenig Süße so ein prachtvolles Aroma zaubern kann.

  • Sanddorn Honig

Reiner Sanddorn Honig ist hierzulande sehr selten. Meist handelt es sich um Honig mit zugesetztem Sanddorn. Geschmacklich punktet die Sorte mit fruchtigen Elementen, dabei ist der Honig dennoch mild und aromatisch.

  • Scheibenhonig

Scheibenhonig ist eine Delikatesse, die hierzulande leider etwas in Vergessenheit geriet. Es handelt sich um in Stücke geschnittene Waben, die von den Bienen selbst hergestellt wurden. Du kannst die Stücke lutschen und spuckst die Wabenreste einfach aus – ein Fest für den Gaumen!

  • Sidr Honig

Dieser spezielle Honig stammt aus der Region um den Jemen und er wird wie der Manukahonig eher zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Es handelt sich um ein hochpreisiges Produkt, doch seine Wirksamkeit gegen diverse Beschwerden ist unumstritten.

  • Sommerblütenhonig

Als Sommerblütenhonig wird jene Köstlichkeit bezeichnet, die aus der Vielfalt der Sommerblumen resultiert. Fliegen die Bienen zwischen Juni und August Blüten an, wird daraus der beliebte Sommerblütenhonig.

  • Sonnenblumenhonig

Diese Sorte eignet sich sowohl als Brotaufstrich sowie als Kochzutat. Der feine säuerliche Geschmack harmoniert perfekt mit dem kräftigen, fast schon rustikalen Aroma. Leider gibt es hierzulande immer weniger dieser besonderen Köstlichkeit, da die Sonnenblume eine durchaus anspruchsvolle Pflanze ist.

  • Tannenhonig

Tannenhonig ist fast schon eine Rarität, der nahezu ausschließlich im Schwarzwald von den fleißigen Bienen produziert werden kann. Der Waldhonig zaubert eine feine Süße, die in perfekter Symbiose zu dem etwas herben Geschmack steht.

  • Tasmanischer Honig

Als tasmanischer Honig werden hauptsächlich die Sorten Lederbaumhonig – oder Leatherwood Honig – bezeichnet.

  • Tasmanischer Leatherwood Honig

In den tasmanischen Regenwäldern darf sich die Natur sich noch wild entfalten und liefert einen einzigartigen Honig. Feincremig, sehr exotisch und ein unnachahmliches Fest für den Gaumen – das verbirgt sich hinter dem Tasmanischen Leatherwood Honig.

  • Thymianhonig

Thymian stellt hohe Ansprüche an das Wetter und ganz allgemein an das Klima. Reiner Thymianhonig stamt meist aus dem südlichen Europa– beispielsweise den griechischen Inseln – und ist sehr aromatisch. Hierzulande wird sehr gerne Honig mit Thymian verkauft, was sich als ausgezeichnete Alternative zum reinen Thymianhonig zeigt.

  • Vanille Honig

Bei dieser Honigsorte handelt es sich um eine geschmacklich feine Delikatesse, die durch den Zusatz von Vanille zustande kommt.

  • Wabenhonig

Wabenhoig bezeichnet das Gleiche wie Scheibenhonig – Honig samt Wabe, die kleingeschnitten wird und als „Bonbon“ dient.

  • Waldhonig

Waldhonig ist der Oberbegriff für Honigtauhonig. Dabei sammeln die Bienen nicht den Nektar der Blüten, sondern sie suchen auf Laubblättern und Baumnadeln nach jener klebrigen Substanz, die Insekten hinterlassen haben. Daraus wird dann später der leckere Waldhonig.

  • Weißer Honig

Bei weißem Honig handelt es sich in aller Regel um Rapshonig. Dieser wird nach der Kristallation schneeweiß und dabei handelt es sich um ein Zeichen für Reinheit.

  • Weißtannenhonig

Es ist eine sehr seltene Sorte, die hauptsächlich im Schwarzwald zu finden ist. Die stattliche Weißtanne ist dabei der Spender der Bienennahrung. Der dunkle Honig ist sehr intensiv im Geschmack, etwas harzig und rustikal, dabei sehr würzig.

  • Wildblütenhonig

Wildblütenhonig ist eine Sammlung aller Wildblüten, die in der Nähe des Bienenstockes zu finden sind. Im Gegensatz zu einem Sortenhonig ist es unmöglich zu bestimmen, welche Blumen angeflogen wurden. Wildblütenhonig ist ein Schmankerl, das hauptsächlich aus dem Alpenraum oder aus anderen Ländern zu uns importiert wird. Leider gibt es hierzulande nur noch wenige Biotope, die sich als Standort für Bienen eignen, um Wildblütenhonig zu erzeugen.

  • Zimthonig

Zimthonig – hier gilt das Gleiche wie beim Vanille Honig. Es handelt sich um Honig mit Zimt, denn dieses Gewürz wird dem Honig zugesetzt.

Honigsorten nach Land

Deutschland

Normalerweise erkennst du bereits an der Bezeichnung, ob es sich um einen deutschen oder importierten Honig handelt. So ist etwa Blütenhonig sicher auch importiert, doch er wird hierzulande von den heimischen Bienen ebenfalls rege produziert. Apropos Produktion: Durchschnittlich verzehren die Deutschen pro Kopf jährlich rund 1 bis 1,5 Kilo Honig, davon sind 20 Prozent aus deutscher Produktion und 80 Prozent werden importiert.

Beispiele deutscher Honig:

  • Blütenhonig
  • Buchweizenhonig
  • Heidehonig
  • Löwenzahnhonig
  • Robinienhonig
  • Sonnenblumenhonig
  • Tannenhonig
  • Waldhonig

Neuseeland

Der wohl berühmteste Honig aus Neuseeland dürfte der Manuka-Honig sein. Dabei handelt es sich um einen wertvollen Honig, der hauptsächlich als Heilmittel eingesetzt wird. Daneben ist der Kamahihonig eine Verheißung. Die Blütezeit für diesen Honig erstreckt sich auf die Monate November bis Dezember und der Geschmack erinnert etwas an frische Butter in Verbindung mit herrlicher Süße.

Australien

Der tasmanische Leatherwood Honig ist eine feine Spezialität, die du unbedingt mal versuchen solltest!

Griechenland

Thymianhonig ist ein typisch griechisches Bienenprodukt. Hauptsächlich die griechischen Inseln bieten die perfekten klimatischen Bedingungen für diesen Honig. Aber auch griechischer Orangenblütenhonig ist ein echtes Schmankerl.

Besondere Honigsorten

Besondere Honigsorten gibt es im Grunde viele. Manuka Honig, Sidr Honig, aber auch seltene Honigsorten aus den alpinen Regionen. Oder Lapplands Taigahonig – eine kulinarische Delikatesse. Wer geht schon angesichts eisiger Temperaturen von Honig aus? Und doch gibt es auch dort pflanzen, die Bienen ihren Nektar spenden. Oder der afrikanische Honig, der so ganz anders schmeckt, als wir Honig kennen. Dieses Bienenprodukt ist dunkel und zäh – entweder er schmeckt oder er schmeckt nicht, der Geschmack ist wahrhaftig eigenwillig.

Die beliebtesten Honigsorten der Deutschen

Dass die deutsche Bevölkerung rund 1,5 Kilo Honig im Jahr verspeist, haben wir weiter oben schon geklärt. Doch welche Honigsorten schmeckt denn hierzulande am besten? Das hängt allerdings doch stark von der Region ab, denn im Schwarzwald ist Waldhonig sehr beliebt, in Norddeutschland erfreut sich der Heidehonig vieler Freunde. Schau´n wir mal, sehr beliebt sind:

• Blütenhonig
• Akazienhonig (Robinienhonig)
• Rapshonig
• Wildblütenhonig
• Sommerblütenhonig
• Heidehonig
• Lindenhonig

Es gibt keine vernünftige, messbare Rangfolge, die Deutschen mögen scheinbar Honig in allen Variationen. Und das ist auch gut so!