Manuka Honig – Anwendung, Wirkung, Studien

Neben Propolis gibt es tatsĂ€chlich ein Bienenprodukt, das in seiner antibakteriellen Wirkung an das zĂ€he, klebrige Bienenharz heranreicht: Der Honig einiger neuseelĂ€ndischer Bienenvölker. Besser bekannt unter der Bezeichnung „Manuka Honig“.

Die Biene ist das kleinste Haus- und Nutztier der Erde. Etwa 80 Prozent unserer Nutzpflanzen werden durch Bienen bestĂ€ubt. Seit etwa 40 Millionen Jahren ackern Bienen unermĂŒdlich, sie bestĂ€uben, sie sammeln, sie bauen, sie bilden aus, sie produzieren. Dabei wird es ihnen eigentlich nicht gerecht, wenn man zuerst an den leckeren Honig denkt, den die Tiere herstellen. Bienen produzieren Propolis, um damit ihr „Refugium“ frei von Bakterien zu halten, sie stellen Gelee Royal her und sie sammeln BlĂŒtenpollen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Jedem Land seine Bienen

Bienen sind wahre LebenskĂŒnstler, im Grunde leben sie Ă€hnlich wie der Mensch. Sie kĂŒmmern sich um den Nachwuchs, sie bauen sich ihr Haus selbst, sie leben dicht beieinander, sie kommunizieren, sie betreiben Vorratshaltung, sie teilen sich die Arbeiten je nach Kompetenz ein. Und dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um deutsche oder neuseelĂ€ndische Honigbienen handelt.

Weltweit gibt es geschĂ€tzt etwa bis zu 25.000 verschiedene Bienenarten. Dabei hat die in Deutschland bekannte Honigbiene (Apis mellifera) etwa neun weitere Unterarten. Die meisten Bienen fliegen immer wieder die gleichen Pflanzenarten an. So kommen verschiedene Honigarten zustande, bekannt sind etwa : LindenblĂŒtenhonig, Akzienhonig, Waldhonig oder beispielsweise Tannenhonig.

Ein ganz besonderer Honig stammt vom anderen Ende der Welt: Manuka Honig. Dieser Honig kann nur in Neuseeland und im sĂŒdöstlichen Australiens von den fleißigen Nutzinsekten gesammelt werde. Das wiederum liegt an dem Umstand, dass nur dort eine ganz bestimmte Pflanze beheimatet ist.

Die SĂŒdseemyrte als Bienensammelort

Die Tiere sammeln den Nektar der SĂŒdseemyrte (Leptosperum scoparium). Die strauchartige Pflanze wird bis zu vier Meter groß und ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt auf der Nordinsel Neuseelands. Hier gedeiht sie teilweise sogar unter biologischen Bedingungen wild.

Ă€lterer Baum in Neuseeland

Die SĂŒdseemyrte wird in der traditionellen Heilkunde der Ureinwohner von Neuseeland seit Jahrhunderten genutzt. Bekanntheit außerhalb der Region erreichte das GewĂ€chs erst im 19. Jahrhundert, dank der Abenteuerlust einer tollkĂŒhnen Crew. Der englische Botaniker und Naturforscher Joseph Banks (1742 – 1820) reiste einst bei einer von James Cook gefĂŒhrten Expedition mit.

In Neuseeland angekommen, konnte er beobachten, wie die Maori – also die Ureinwohner – einzelne Bestandteile der SĂŒdseemyrte nutzen, um damit Beschwerden wie Magen-Darm-Erkrankungen oder Wunden zu behandeln. Heute ist bekannt, dass die Pflanze unter anderem Ă€therische Öle enthĂ€lt, die eine hohe antibakterielle Wirkung aufweisen.

Diesen Eigenschaften der australischen Pflanzen setzen sich nicht nur im Blatt- und Wurzelwerk fest, sondern sie kommen zudem im Nektar vor. Bienen sammeln den Nektar, produzieren daraus Honig und schaffen damit ein Naturheilmittel, welches seine Wirksamkeit schon in mehreren Studien beweisen konnte. Manuka-Honig ist viel mehr als ein sĂŒĂŸer Brotaufstrich, es ist ein natĂŒrliches Antibiotikum. Die Wirkung Ă€hnelt der von Propolis. Beide Produkte stammen aus dem Labor der Bienenvölker. Ein Unterschied zwischen Propolis und Manuka Honig liegt darin, dass das Bienenharz global von allen Bienen hergestellt wird. Der besondere Manuka Honig hingegen wird ausschließlich in Neuseeland gesammelt.

Die Inhaltsstoffe von Manuka Honig

Manuka Honig steckt voller gesunder Inhaltsstoffe. Das hat mehrere Ursachen: Allein die Pflanzenbestandteile geben den Sammelbienen wertvolle Inhaltsstoffe mit auf den Weg in den Bienenstock.

Honigbiene beim Sammeln der Pollen

Dort kĂŒmmern sich die Stockbienen um die weitere Verarbeitung. Sie reichern den gesammelten Nektar mit dem Enzym Glucose-Oxidase an. Das fĂŒhrt zu Wasserstoffperoxid, bekannt fĂŒr eine desinfizierende Wirkung. Ein Inhaltsstoff jedoch zeichnet Manuka Honig im Besonderen aus und sorgt fĂŒr die wissenschaftlich bestĂ€tigte Wirksamkeit: das Zuckerabbauprodukt Methylglyoxal, abgekĂŒrzt als MGO. Im Nektar der SĂŒdseemyrte ist MGO noch nicht enthalten, aber er enthĂ€lt wiederum die Grundvoraussetzung von MGO: Dihydroxyaceton, ein einfach gebautes Kohlenhydrat, welches die Vorstufe zu MGO bildet.

Neben den genannten Substanzen enthÀlt Manuka Honig zudem PhenolcarbonsÀuren, Flavonoide und zahlreiche Mineralstoffe, etwa Magnesium, Kalium und Kalcium. Vitamine, Enzyme und FruchtsÀuren runden den gesundheitlichen Nutzen von Manuka Honig ab.

MGO im Detail

Ein Blick ins Chemiebuch zeigt, warum der Honig aus Neuseeland so wirkungsvoll ist. MGO, also Methylglyoxal, entsteht aus Dihydroxyaceton (DHA). Gelangt DHA in den Darm der Biene, beginnt das dort lebende Bakterium Gluconobacter oxydans damit, es aufzuspalten. Dadurch entsteht letzten Endes MGO.

Erstaunlicherweise lĂ€uft dieser Prozess nur beim Manuka Honig ab – Forscher rĂ€tseln hier noch ĂŒber die GrĂŒnde. Bekannt jedoch: Im Manuka Honig ist genau jenes MGO fĂŒr die herausragende Wirkung bekannt. In der Technischen UniversitĂ€t Dresden (TUD) ermittelten Wissenschaftler die Konzentration des Zuckerabbauproduktes. Dieser lag etwa 100 mal so hoch, im Gegensatz zu anderen Honigsorten. Und die gleiche Forschungsabteilung entwickelte zudem ein Verfahren, mit dem sich der tatsĂ€chliche MGO-Gehalt im Honig messen lĂ€sst.

Unique Manuka Faktor

Eine weitere AbkĂŒrzung kommt ins Spiel, wenn es um Manuka Honig geht: der sogenannte UMF-Faktor. Je höher dieser Wert ist, umso mehr MGO ist im Honig enthalten. Manuka Honig ist der einzige Honig, der eine antibakterielle Wirkung aufweist – eine Tatsache, die durch mehrere Studien hinreichend belegt ist.

Doch es gibt Unterschiede. Im Prinzip kann jeder neuseelĂ€ndische Imker, dessen Bienenvolk einen Manuka-Strauch anfliegt, seinen Honig „Manuka-Honig“ nennen. Es entspricht ja den Tatsachen, dass die Nutztiere den Nektar aus der SĂŒdseemyrte sammeln. Dabei ist es vollkommen egal, ob sich genug MGO herstellen lĂ€sst oder nicht.

Strauch in voller BlĂŒte

Einige StrĂ€ucher liefern eine hohe Konzentration antibakterieller Stoffe, andere eher weniger. Doch im Ergebnis ist alles Manuka Honig. Um hier dem Verbraucher mehr Sicherheit zu geben sowie einem Missbrauch gieriger GeschĂ€ftemachern vorzubeugen, wurden bestimmte Werte eingefĂŒhrt. Dabei handelt es sich um eine Kennzahl, die auf dem Label der Verpackung aufgedruckt ist. Beispielsweise 100 oder 400.

Zwei Wirkstoffarten sorgen fĂŒr den gesundheitlichen Nutzen:

  • Wasserstoffperoxid

Wie weiter oben schon erwĂ€hnt, bildet Wasserstoffperoxid eine SĂ€ule im Fundament der antibakteriellen Wirksamkeit. Dieser setzt sich aus dem Zucker des Honigs durch den Bienenspeichel frei. Da sowohl Wasser als auch Licht zerstörend auf Wasserstoffperoxid wirken, kann es „normalem“ Honig kaum gelingen, eine antibakterielle Wirkung zu zeigen.

  • Methylglyoxal (MGO)

Das Zuckerabbauprodukt kommt ausschließlich im Manuka Honig in solch einer hohen Konzentration vor. Erst im Jahre 2006 konnte durch Professor Henle an der TU Dresden die möglicherweise sehr hohe antibakterielle Wirkung aufgrund des MGO-Gehaltes nachgewiesen werden.

Um unseriöse Hersteller auszufiltern, verabschiedete die neuseelÀndische Regierung im Jahre 2015 eine Richtlinie zur Kennzeichnung von Manuka Honig. Reiner und echter Manuka-Honig trÀgt entweder eine UMF- oder eine MGO-Bezeichnung. Allerdings wird das UMF-Label in naher Zukunft verschwinden, so dass nur noch der MGO-Wert angegeben ist.

Was hat das mit dem UMF-Faktor auf sich?

Der „Unique Manuka Faktor reicht von 5+ bis 20+, in EinzelfĂ€llen sogar noch höher. Dieser Wert gibt Aufschluss ĂŒber die antibakterielle Wirkung des Honigs. Dabei wurde jedoch bislang im als Vergleich ein medizinisches Produkt herangezogen. Da Manuka Honig zu den Lebensmitteln und nicht zu den heilmitteln zĂ€hlt, untersagte die neuseelĂ€ndische Regierung diesen Wert als Deklaration. Deswegen sollten sich in naher Zukunnft nur noch Manuka-Honig mit dem MGO-Wert finden lassen.

Die Genauigkeit des MGO-Gehaltes

WĂ€hrend der UMF-Faktor bei mehrmaligen Tests unter gleichen Bedingungen abweichende Ergebnisse lieferte, fielen Versuche mit dem MGO-Wert immer gleich aus. Dieser antibakterielle Wert kann exakt bestimmt werden. Lange Zeit weigerten sich die Hersteller, den MGO-Wert auf ihre Label zu drucken – viel zu gut war das GeschĂ€ft mit dem ohnehin ungenauen UMF-Wert. Doch heute hat sich das Bild gewandelt. Unseriöse GeschĂ€ftemacher sind zum grĂ¶ĂŸten Teil verschwunden, wĂ€hrend ehrliche neuseelĂ€ndischen Imker von der Regelung profitieren.

Beliebteste Honig, der Manuka MGO 400?

Um es vereinfacht zu erklĂ€ren: je höher der MGO-Wert, umso stĂ€rker die antibakterielle Wirkung. Manuka Honig mit einem MGO-Wert von 100+ kann als vorbeugende Maßnahme in der ErkĂ€ltungszeit gute Dienste leisten. Der Wert von MGO 400+ oder höher hat eine deutlich gesteigerte Wirkung und kann im Ernstfall einer EntzĂŒndung beziehungsweise ErkĂ€ltung angewandt werden.

Zum Vergleich der beiden Werte:

MGO 30+ entspricht UMF 5
MGO 100+ entspricht UMF 10
MGO 250+ entspricht UMF 15
MGO 400+ entspricht UMF 20
MGO 550+ entspricht UMF 25

Vorsicht beim Kauf von Manuka Honig

Manuka Honig ist nicht ganz gĂŒnstig. JĂ€hrlich werden in Neuseeland und im sĂŒdöstlichen Teil Australiens nur rund 1.700 Tonnen des heilenden Honigs produziert. Verkauft werden unter dem MĂ€ntelchen „Manuka-Honig“ jedoch etwa 10.000 Tonnen.

Eigentlich ist es ganz einfach, die schwarzen Honigschafe auszusortieren: Stehen Bezeichnungen auf dem Honig, die Gesundheit implementieren, ist Obacht angesagt. „Aktiv“, „aktiver Honig“ oder das Pluszeichen vor irgendwelchen erfundenen Wörtern können Indizien fĂŒr einen unwirksamen, völlig ĂŒberteuerten und somit wertlosen Honig sein.

Die Anwendungsgebiete und Wirkung von Manuka

Wie Propolis auch, ist Manuka Honig antientzĂŒndlich, antibakteriell und verhindert das Wachstum von schĂ€dlichen Mikroorganismen. Der neuseelĂ€ndische Honig kann praktischerweise innerlich und Ă€ußerlich genutzt werden. Einige Beispiele:

ErkÀltungen

Eine ErkÀltung dauert mit der Einnahme von Medikamente sieben Tage, ohne eine Medikation eine Woche, so sagt der Volksmund. Der Körper muss alleine mit dieser hÀufig vorkommenden Infektionskrankheit fertig werden. Das mag alles richtig sein, doch der Körper kann gerade zur Zeit einer ErkÀltung etwas Hilfe vertragen. Wer gleich bei den ersten Anzeichen einer drohenden Husten- oder Schnupfen-Attacke mit Manuka Honig dagegen angeht, hat gute Chancen, dass die Symptome schnell abklingen. Es sei allerdings dahingestellt, ob die Symptome auch genauso schnell ohne Manuka Honig abklingen, doch wer Honig mag, kann doch einen Versuch starten.

Wunden

Erstaunlicherweise vermag Manuka Honig in vielen FĂ€llen zu helfen. Viel diskutiert werden in diesem Zusammenhang Patienten mit sogenannten „Offenen Beinen“, dem diabetischen Fußsyndrom. Auch bei DruckgeschwĂŒren oder sonstigen tiefen Wunden kann Manuka Honig – in Absprache mit dem Arzt – helfen, dann allerdings sollte der Honig als “Medihoney” ausgewiesen sein.

Einige Kliniken in Deutschland sind dazu ĂŒbergegangen, besonders schwere FĂ€lle von offenen Beinen mit Manuka Honig (Medihoney) zu behandeln – mit großen Erfolgen.

Noch ein Beispiel: Eine Tierschutzorganisation nimmt sich den Tieren an, die aufgrund von Wunden kaum noch eine Überlebenschance haben. Deren erste Handlung: Die Wunden sĂ€ubern und mit Manuka Honig behandeln. Auch hier gibt der Erfolg der Behandlungsmethode recht.

Ein kleines „Aber“ bei „normalen“ Anwendern: bei tiefen, großflĂ€chigen oder verschmutzten Wunden gehört der Patient zuerst zum Arzt. Eventuell muss die Wunde genĂ€ht, geklammert oder zumindest gesĂ€ubert werden. Eine „Selbstbehandlung“ mit Manuka Honig darf nur bei kleinen leichteren Verletzungen angewandt werden.

Verbrennungen

Das Gleiche gilt bei Verbrennungen: Handelt es sich um eine große Hautverbrennung, eine tiefgehende oder eine, die mit Verschmutzung einhergeht: Zum Arzt. Manuka Honig sollte nur bei leichten Verbrennungen zum Einsatz kommen. Oder in Absprache mit dem Arzt zur begleitenden Therapie.

Abszess / Furunkel

Ein Abszess ist ein scharf eingegrenzter „Ball“, der vom Körper eingelagert wird, um der Bakterienflut nicht TĂŒr und Tor in die Blutbahn zu öffnen. Genau darin liegt oft das Beschwerdebild: Der Abszess ist hart und schmerzt. Es kann jedoch nichts abfließen. Manuka Honig entzieht dem „Ball“ die FlĂŒssigkeit. Der Eiter kann sich einen Weg nach draußen bahnen, der Abszess leert sich, die Wunde kann abheilen.

Warum hilft Manuka Honig so gut bei Verletzungen der Haut?

Einerseits desinfiziert der neuseelĂ€ndische Honig die Wunde, vorausgesetzt, es handelt sich um Honig, der keimfrei gemacht wurde (Medihoney), andererseits können durch das „Abdichten“ keine neuen Erreger in die Wunde gelangen. Zudem hilft der spezielle Honig dabei, neue Zellen aufzubauen, was dem Heilungsprozess förderlich ist.

Hierbei ist es wichtig, dass der Honig die Wunde sozusagen „ausfĂŒllt“, und dass die WundrĂ€nder komplett bedeckt sind. Nur so wird das Eindringen neuer Keime verhindert.

Bei Verbrennungen ist das großzĂŒgige Auftragen ebenfalls das Mittel der Wahl. Je nach IntensitĂ€t der Verbrennung kann sogar auf einen Verband verzichtet werden, diese Entscheidung sollte jedoch einem Arzt obliegen. Bleibt die Wunde oder die Verbrennung ohne Verbandabdeckung, kommt es auf die Jahreszeit an. Immerhin mögen unsere heimischen Insekten auch gerne den Honig aus Neuseeland. In den Sommermonaten kann es also gut passieren, dass sich fliegenden Plagegeister genĂŒsslich an dem exotischen Honig sĂ€ttigen möchten.

Manuka Honig richtig anwenden

Manuka Honig kann bei leichteren Beschwerden beziehungsweise prÀventiv eingesetzt, Beschwerden lindern. Es handelt sich um ein altes Heilmittel, welches heute teilweise in Kliniken und bei TierÀrzten angewandt und empfohlen wird. Der neuseelÀndische Honig hat neben seiner antibakteriellen Wirkung zudem noch antibiotische Eigenschaften, genau das macht die Anwendung so wirkungsvoll.

Die Anwendung hÀngt einerseits vom Einsatzgebiet ab und andererseits von der gewÀhlten StÀrke des MGO-Gehaltes.

FĂŒr Diabetiker ist der Honig nur bedingt geeignet, da er – wie alle Honigarten – Zucker enthĂ€lt. Auch bei Babys unter einem Jahr sollte noch keine Honiggabe erfolgen. Ansonsten kann der Honig aus Neuseeland durchaus zusĂ€tzlich zur vom Arzt verordneten Medikation genutzt werden, da – abgesehen von Allergikern – keinerlei Nebenwirkungen bekannt sind.

lecker & heilend

Bei kleineren, offenen Wunden wird die Wunde gereinigt, bevor der Honig bestenfalls mit einem sterilen Spatel aufgetragen wird. Dabei sollte sich das Bienenprodukt bis ĂŒber die WundrĂ€nder erstrecken, um eine komplette Abdeckung der Wunde zu erzielen. Je nach GrĂ¶ĂŸe und Schwere der Wunde wird die Verletzung anschließend per Pflaster oder Mullverband abgedeckt.

Bei Akne kann eine Honig-Maske hilfreich sein. Dabei gibt es positive Erfahrungsberichte bei denjenigen, die solch eine Maske tĂ€glich auftrugen und so lange wie möglich einwirken ließen. Der Honig ĂŒberzieht das Gesicht mit einem glĂ€nzenden Film, deswegen sollte das Ausgehen auf eine andere Zeit verschoben werden, doch im Ergebnis zeigen sich bei solch einem Vorgehen relativ schnelle erfolge, indem die Pustel und Pickel abheilen.

Bei innerer Einnahme sorgt der Honig fĂŒr eine vorbeugende Wirkung in der ErkĂ€ltungszeit.  Erreger haben es etwas schwerer, sich festzusetzen und Unheil zu verbreiten. Und haben es einige Keime schon geschafft, das Abwehrsystem zu ĂŒberlisten, verhilft Manuka Honig zum EindĂ€mmen des Wachstums.

Die Anwendung hĂ€ngt – wie schon angesprochen – zudem vom MGO- oder UMF-Gehalt ab. Je höher dieser Wert, umso weniger Honig ist nötig, um eine Wirkung zu erzielen. Dabei wĂ€re es wie mit Kanonen auf Spatzen geschossen, wĂŒrde man zur reinen PrĂ€vention den höchsten MGO-Gehalt wĂ€hlen. Hier reicht fĂŒr die Anwendung ein Produkt mit 100 MGO vollkommen aus. Ist der Organismus bereits von allen Symptomen einer Grippe betroffen, empfiehlt sich Manuka Honig mit mindestens 400 MGO.

Bei Hautverletzungen oder Verbrennungen sollte ebenfalls auf einen höheren Gehalt des Wirkstoffes zugegriffen werden. Einerseits gilt es die Wunde zu schĂŒtzen, andererseits soll sich die Hautstruktur bestenfalls schnell wieder aufbauen.

Manuka Honig kaufen – meine Empfehlungen

Bei diesem Honig handelt es sich um einwandfreie QualitĂ€t direkt aus Neuseeland. Der MGO-Gehalt wird auf dem Label deklariert und trĂ€gt das eingetragene Warenzeichen. Damit ist der Honig durch die Zusammenarbeit mit der TU Dresden zertifiziert. Zudem stammt Manuka Health aus Neuseeland – somit handelt es sich um „echten“ und keine FĂ€lschung.

Die Angabe des Pluszeichen (+) gibt an, dass der Gehalt bei mindestens 400 mg Methylglyoxal liegt. Das bedeutet, dass tatsÀchlich auch etwas mehr von dem wertvollen Inhaltsstoff enthalten sein kann.

Der Wirkstoff ist im Übrigen unempfindlich gegen Hitze, ergo kann man den neuseelĂ€ndischen Honig in den morgendlichen Tee einrĂŒhren und profitiert sowohl von seiner SĂŒĂŸe als auch von seiner Wirkungskraft.

Der Honig selbst ist relativ fest und zeigt eine leicht cremige Konsistenz. Geliefert wird das kostbare Bienenprodukt in einer Kunststoff-Verpackung, doch hierfĂŒr liegt die Ursache vermutlich in dem langen Transportweg. Immerhin soll der wertvolle Honig die lange Reise von Neuseeland nach Europa unbeschadet ĂŒberstehen.

BezĂŒglich der Haltbarkeit sollte man sich ebenfalls keine Sorgen machen. Bei richtiger Lagerung – dunkel und idealerweise bei 15 – 18 Grad – kann der Honig sehr lange, weit ĂŒber das angegebene Haltbarkeitsdatum hinaus, gelagert werden. In diesem Punkt unterscheidet sich Manuka Honig nicht von anderen Honig-Produkten.

Der Manuka Health ist in zwei Varianten bezĂŒglich einer Menge erhĂ€ltlich: 250 Gramm oder 500 Gramm. Wobei hier die klare Kaufempfehlung auf dem 500-Gramm Produkt liegt, ganz einfach, weil sich dadurch der Preis deutlich reduziert.

Manuka Honig ist nicht gleich Honig aus Neuseeland, der von der SĂŒdseemyrte stammt. Deswegen gilt es einige Aspekte zu beachten, bevor gutes Geld fĂŒr eventuell schlechten Honig ausgegeben wird. Die Bezeichnung „Manuka“ Honig selbst kann in die Irre und somit zu einer FĂ€lschung leiten. Wichtig ist der Gehalt an Methylglyoxal, der in Milligramm pro Kilogramm gemessen und auf der Verpackung angegeben wird.

Eine FÀlschung kann zwar auch den als MGO bezeichneten Wirkstoff enthalten, doch vielleicht in so geringer Menge, dass kein Einfluss auf die Gesundheit zu erwarten wÀre.

Um den schwarzen Schafen die Lust auf ihre unseriösen GeschÀfte zu nehmen, entwickelten Lebensmitteltechniker der technischen UniversitÀt Dresden eine Untersuchungsmethode (HPLC-Methode), mit der Gehalt an MGO zweifelsfrei und sicher nachgewiesen werden kann.

HĂ€ufig lassen sich FĂ€lschungen daran erkennen, dass der vielleicht „gesunde“ oder „neuseelĂ€ndische“ Honig mit Bezeichnungen wie „aktiv“ oder „aktiviert“ betitelt ist. Echter Manuka Honig heißt auch so und hat eine Kennzeichnung seiner Herkunft.

Da der MGO-Wert eine so bedeutende Rolle spielt, verwundert es kaum, dass Produkte mit einem hohen Wert deutlich teurer sind als solche mit einem niedrigeren Wert. Finden sich Angebote, bei denen ein angeblich hoher Wert ebenso gĂŒnstig ist wie ein geringerer Wert, ist Vorsicht angesagt. Am besten hier mal genau prĂŒfen, ob der Wert labortechnisch ausgewiesen wurde oder ob solche irrefĂŒhrenden versprechen wie „…bis zu 400 MGO+“ auf dem Label stehen. Denn bei genauerer Betrachtung kann ein „bis zu“ einen minimalen, tatsĂ€chlichen Wert enthalten.

Aus diesem Grund lieber ein paar Euro mehr ausgeben und ein Produkt wĂ€hlen, bei dem ein „+“ hinter dem eigentlichen Wert steht. Denn das bedeutet, dass mindestens die angegebene Menge enthalten ist, eher mehr.

Studien zu Manuka

Studie zur Wirkung gegen ErkÀltungsviren

Genau wie Propolis ist auch Manuka Objekt zahlreicher Studien. So gibt es beispielsweise eine Studie, die sich mit der Wirkung des Honigs auf den Grippe-Erreger (Influenza-Viren) beschÀftigte. Dabei zeigte sich, dass der Honig tatsÀchlich eine stark hemmende Wirkung auf die Viren hat. Das geht sogar so weit, dass dem Honig ein medizinischer Wert zugesprochen wurde.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24880005

Studie zur antibakteriellen Wirkung

Es ist schon lange bekannt, dass dieser Honig eine antivirale, antibakterielle und wundheilungsfördernde Wirkung hat. Diese Untersuchung zeigt, dass durch Manuka Honig einige BakterienstÀmme am Wachsen gehindert werden.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25253413

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21978989

Letztendlich zeigen alle Untersuchungen, dass die Wirkung vom MGO-Gehalt abhÀngt. Je höher dieser angesetzt ist, umso wirkungsvoller geht das Bienenprodukt gegen Beschwerden vor. Hier kann wieder der Vergleich mit Propolis herangezogen werden: auch dieses Bienenprodukt wirkt umso effektiver, je höher es konzentriert ist.

 

Bitte beachten Sie, dass Manuka bei einigen Personen allergische Reaktionen auslösen kann.
Dieser Artikel dient der neutralen Information und zur persönlichen Weiterbildung und stellt keine medizinische oder diagnostische Empfehlung dar.
Diese Seite ersetzt auf keinen Fall eine Beratung / Behandlung bei einem ausgebildeten Arzt!
Ich bitte Sie, im Falle einer Erkrankung und vor einer Einnahme immer einen anerkannten Mediziner aufzusuchen!
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