Medizinischer Honig – Info, Wirkung, Gute Produkte

Honig ist weit mehr als ein gesunder und leckerer Brotaufstrich. So empfehlen beispielsweise einige Heilpraktiker die Verwendung von Honig bei innerlichen oder äußerlichen Beschwerden, etwa im Rahmen einer Apitherapie. Doch nicht nur im Reich der Naturheilkunde findet Honig seinen Platz, etliche Kliniken nutzen einen bestimmten Honig zur Wundbehandlung: medizinischen Honig.

In Deutschland herrschen strenge Regeln bezüglich der Bewerbung für ein Produkt. Und so kommt es, dass Honig nicht als Heilmittel bezeichnet werden darf – obwohl schon Großmutter wusste, wie man einem hartnäckigen Husten beikam: Mit Honig im Tee.

Wie auch immer, es gibt die Ausnahme des medizinischen Honigs. Dabei handelt es sich um ein Therapeutikum, welches nicht zum Verzehr gedacht ist. Und diesen medizinischen Honig wollen wir uns etwas näher anschauen.

Was unterscheidet ihn von „normalem“ Honig“? Für was wird er genutzt? Und welche Anwendungsgebiete können mit dem medizinischen Honig behandelt werden? Welche Formen der Darreichung gibt es? Diese Fragen samt Antworten behandelt der folgende Artikel.

Was ist medizinischer Honig?

Im Grunde ist medizinischer Honig ein therapeutisches Produkt, welches durch bestimmte Verfahren keimfrei gemacht wurde. Genau hier liegt ein wesentlicher Unterscheidungspunkt zu herkömmlichem Honig: Normalerweise schaden uns Erreger nicht, die sich auf oder in unseren Lebensmitteln zwangsläufig tummeln.

Spätestens bei der Verdauung hört der Spaß für Keime auf, sie werden kurzerhand unschädlich gemacht. Gelangen diese Erreger jedoch in eine Wunde, können sie sich unter Umständen rasant vermehren, was im Endeffekt zu einer Entzündung führen kann.

Honig als altes Heilmittel

In den orientalischen Ländern der Urzeit war Honig als Heilmittel ebenso verbreitet wie beispielsweise im antiken Griechenland. Es existieren Belege, dass Hippokrates und Paracelsus Honig rege bei der Behandlung verschiedener Erkrankungen einsetzen.

Natürlich wollten auch damals einige wissbegierige Heiler genau wissen, warum Honig so wirksam ist. So kam es zu der Theorie, dass der hohe Zuckergehalt – dieser liegt immerhin bei rund 80 Prozent – verantwortlich für die Heilwirkung ist. Die Vermutung lag nahe, dass der Zuckergehalt im Honig den Bakterien eine Vermehrung durch Entzug der Feuchtigkeit unmöglich macht. Als die Forscher daran gingen, Zuckerlösungen herzustellen, zeigte sich, dass diese nicht die Wirksamkeit von Honig hatten. Ergo mussten andere Stoffe heilsam wirken.

Die erste Studie zur antibakteriellen Wirkung stammt aus dem Jahre 1882. Dabei zeigte sich, dass Honig tatsächlich in der Lage ist, schädliche Erreger an der Vermehrung zu hindern und so Entzündungen vorzubeugen. Heute weiß man, dass im Honig Wasserstoffperoxid enthalten ist. Zugegeben, die Mengen sind nicht allzu hoch, dennoch wirkt diese Substanz keimtötend.

Das Jahr 2006 – die Geburtsstunde des medizinischen Honig

Ab den späten 1930er Jahren fiel ein Honig vermehrt auf, wenn es um die Behandlung von Wunden und entzündlichen Prozessen ging: der neuseeländische Manuka Honig. Erst im Jahre 2006 wurde das Geheimnis um den Honig, dessen Ursprünge ausschließlich in Neuseeland liegen, ergründet.

Unter der Leitung von Professor Thomas Henle an der Technischen Universität in Dresden konnte eine Substanz ermittelt werden, die für die ausgesprochen gute antibakterielle Wirkung verantwortlich war, dabei handelt es sich um Methylglyoxal. Diese Substanz kommt im Manuka in so hoher Konzentration vor, dass daraus medizinischer Honig entstehen kann.

Im benachbarten Australien hingegen ist der Jellybush heimisch, auch der Nektar dieser Pflanze dient als Grundlage für medizinischen Honig.

Wie wird aus Honig medizinischer Honig?

Im Normalfall wird importierter Honig pasteurisiert, einzige Ausnahme: Manuka Honig. Inländischer Honig wird mit einem Siegel bestückt, dass das Bienenprodukt naturbelassen ins Glas kommt und keiner Erhitzung zum Opfer fiel. Dennoch kann auch der gute, regional produzierte Imkerhonig nicht einfach als Wundauflage verwendet werden – auch hier sei auf die Ausnahme des Manuka Honigs hingewiesen.

Allerdings verwenden Kliniken nicht etwa den handelsüblichen Manuka Honig, um damit die Druckgeschwüre oder die Wunden der Patienten zu behandeln, sondern sie nutzen explizit medizinischen Honig. Der Unterschied liegt in der Keimfreiheit.

Keime werden in den meisten Fällen mit Hitze abgetötet, beim Honig wäre das in der Folge ein Qualitätsmangel. Also werden eventuelle Erreger, die sich im Honig tummeln, mit Gammastraheln eliminiert, was aus einem „normalen“ Manuka Honig ein medizinisches Produkt macht.

Wie wirkt medizinischer Honig bei der Wundbehandlung?

Während man bis vor einigen Jahren noch glaubte, eine Wunde heilt am besten an der Luft ab, weiß man es heute besser. Um schnell und mit möglichst wenig Narbenbildung zu heilen, benötigt die Haut ein sogenanntes Wundklima. Das bedeutet, dass im besten Fall ein feuchtes Wundmilieu erzeugt wird, welches ein Eindringen von Bakterien unmöglich macht. Zudem sollte die Wunde sich quasi selbst desinfizieren können und die Heilung durch die Versorgung mit Nährstoffen beschleunigen. All das kann medizinischer Honig leisten.

Der spezielle Honig wirkt antientzündlich, antibakteriell und schützt die Wunde vor dem Eindringen fremder Keime. Als weitere positive Aspekte hebt sich die Verminderung des Geruchs hervor, der bei manchen Wunden doch sehr ausgeprägt sein kann (offene Beine) und die Bildung von Narbengewebe wird auf ein Minimum beschränkt.

Die Anwendungsgebiete

Medizinischer Honig wird hauptsächlich zur Behandlung von Wunden eingesetzt. Dabei reicht das Spektrum vom kleinen Schnitt bis hin zur Versorgung von nekrotischem Gewebe.

An der Bonner Universitätsklinik wird medizinischer Honig (Medihoney) auf der Krebsstation der Kinderabteilung eingesetzt. Kai Sofka, der Wundpflegespezialist der Uni-Klinik weiß zu berichten, dass die Behandlung mit Medihoney einen schnelleren Heilungsverlauf ergibt, dass abgestorbenes Gewebe deutlich rascher abgestoßen wird und dass vor allem der Verbandswechsel deutlich angenehmer für die kleinen Patienten ist. Auch die verminderte Geruchsbelästigung – die für die Patienten eine Belastung sein kann – reduziert sich.

Doch auch bei leichteren Verletzungen empfiehlt sich medizinischer Honig, denn was er im Großen zu leisten vermag, kann er auch bei kleineren Wunden oder Hautreizungen vollbringen.

Übersicht der erhältlichen Produkte

Medihoney

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Der „Medihoney Antibacterial Medical Honey“ hat für etliche Bereiche seine Wirksamkeit nachweisen können:

  • Er hemmt das Wachstum von Bakterien auf dem Wundgrund.
  • Die Förderung eines gesunden Wundmilieus wird gefördert.
  • Innerhalb der Wunde wird schnell ein antibakterielles Klima hergestellt.
  • Die Geruchstilgung übel riechender Wunden.
  • Eine deutlich verminderte Schmerzbelastung beim Verbandswechsel.

Geeignet ist der Medihoney bei tiefen Wunden, Wunden mit Fistelgängen, nekrotischen Wunden, Infektionen, Chirurgischen Wunden und bei allen Formen von übel riechenden Wunden.

Je nach Wunde kann der Verband sogar bis zu sieben Tage auf der Wunde belassen werden – doch das sollte immer ein Arzt entscheiden. Wichtig ist eine sorgfältige Reinigung der Wunde vor dem Auftragen des medizinischen Honig, der dann im Anschluss mit einer Mullbinde abgedeckt wird, damit sich das Wundmilieu bilden kann.

Medihoney Wundauflage

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Bei kleineren Wunden bieten sich diese praktischen antibakteriellen Wundauflagen an, die die gleichen Eigenschaften bieten, wie oben bereits beim Medihoney beschrieben.

Medihoney Wundgel

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Auch das Wundgel überzeugt mit seinen Erfolgen bei der Heilwirkung, hier wurde aus dem medizinischen Honig lediglich ein Produkt mit einer hohen Elastizität geschaffen, um einen Verbandswechsel noch leichter zu gestalten.

Demzufolge eignet sich dieser spezielle Honig in Gelform dazu, Wunden zu behandeln, deren Verband öfter gewechselt werden sollte.

 

 

Schutzcreme mit Medihoney

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Es muss nicht immer gleich eine tiefe oder gar nekrotische Wunde sein – fast jeder kennt die Probleme, die Kälte auf der Haut auslösen kann.

Im Winter klagen etliche Menschen über aufgesprungene und raue Hände – doch mit einer Creme, die immerhin 30 Prozent des medizinischen Honigs beinhaltet, sollte das Problem erledigt sein.

 

 

 

Bitte beachten Sie, dass Manuka bei einigen Personen allergische Reaktionen auslösen kann.
Dieser Artikel dient der neutralen Information und zur persönlichen Weiterbildung und stellt keine medizinische oder diagnostische Empfehlung dar.
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Ich bitte Sie, im Falle einer Erkrankung und vor einer Anwendung immer einen anerkannten Mediziner aufzusuchen!
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