Propolis, der Bienen stärkste Waffe

Propolis wird seit Jahrhunderten als natürliches Heilmittel gegen verschiedene Beschwerden und Krankheitsbilder eingesetzt. Seine Wirksamkeit wurde seit einigen Jahrzehnten wissenschaftlich untersucht und durch Studien bestätigt. Diese Seite soll als informativer Ratgeber dienen mit vielen Informationen, praktischen Tipps und Anwendungsmöglichkeiten.

 

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Dass uns die Natur und die Tierwelt wohlgesonnen sind, präsentiert sich an vielen Beispielen. Ein besonders eindrucksvolles Musterbeispiel der Flora und Fauna ist Propolis, auch bekannt als Bienenharz, Bienenleim, Kittharz, Kittwachs oder Bienenkittharz. Propolis wird seit Jahrhunderten als natürliches Heilmittel gegen verschiedene Beschwerden und Krankheitsbilder eingesetzt. Seine Wirksamkeit wurde seit einigen Jahrzehnten wissenschaftlich untersucht und durch Studien bestätigt. Diese Seite soll als informativer Ratgeber dienen mit vielen Informationen, praktischen Tipps und Anwendungsmöglichkeiten.

Die Bezeichnung „Propolis“ besteht aus zwei Wortteilen, die der griechischen Sprache entstammen. „Pro“ bedeutet übersetzt „vor“ und polis betitelt die Stadt. Somit könnte man „Propolis“ frei mit „vor der Stadt“ übersetzen. Obwohl Propolis tatsächlich eine ausgezeichnete Wirkung gegen diverse Krankheitserreger hat und diese quasi „vor“ dem Eindringen abhält, entstand die Bezeichnung „vor der Stadt“ nicht als übertragen sinngemäße Metapher, sondern bezieht sich ursprünglich auf die Fluglöcher der Bienenstöcke. Dennoch könnte man Propolis als schützendes „Tor“ verstehen und das aus gutem Grund, wie im nachfolgenden Artikel zu lesen ist. Immerhin gilt Propolis als das stärkste natürliche Antibiotikum, belegt durch zahlreiche Studien.

Was ist Propolis?

Propolis ist in der Rohform eine klebrige Masse, die sich farblich von gelbbraun bis hin zu schwarz zieht. Eine leichte Süße kann geschmacklich nicht darüber hinwegtäuschen, dass Propolis eine scharfe Note enthält und je nach Herkunft bitter schmecken kann. Glücklicherweise gibt es Propolis in zahlreichen Darreichungsformen, einschließlich Kapseln und als Tinktur, sodass es keinen Grund gibt, von der fantastischen Wirkweise nicht zu profitieren. Die Produzenten des Naturproduktes sind Bienen.

(Video: Jens Jakob von der Berliner Herbathek)

Und noch ein Video des Bayerischen Rundfunkes:

Bienen sind fleißige Gesellen. Sie stellen für uns Honig her, sie sorgen für die Bestäubung, sie halten das Gleichgewicht der Natur. Nahezu jeder kennt die Geschichte vom Bienchen und den Blümchen. Dennoch ist die wahre Wichtigkeit des Insektes nur den wenigsten bekannt.

Im Jahre 1949 soll Albert Einstein folgende Worte gesagt haben (ob er dies wirklich sagte ist umstritten, was aber dem Wahrheitsgrade der Aussage nicht weniger Richtigkeit zukommen lässt): „Wenn die Bienen einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr.“

Bienen sind also für das Ökosystem von unschätzbarem Wert. Je nach Art leben die Tiere als Einsiedler oder in kleinen, mittelgroßen oder gar riesigen Staaten zusammen. Die westliche Honigbiene (Apis mellifera) zählt zu den staatenbildenden Insekten. Zwischen 5.000 und 50.000 Tiere leben in einem Volk – ergo auf engstem Raum zusammen. Um flugtauglich zu sein, benötigt die Honigbiene eine Körpertemperatur von 35 Grad. Im Inneren eines Bienenstockes herrschen ebenfalls konstant 35 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von etwa 40 Prozent.

bienenstock mit propolis

Das sind ideale Bedingungen für schädliche Keime und Krankheitserreger! Um diese Gefahr zu bannen, nutzen Bienen Propolis. Sie produzieren es selbst und dichten damit kleinste Einlassöffnungen im Bienenstock ab. Zudem benutzen sie es, um Bakterien, Pilze und sonstige schädliche Keime in ihrer Entwicklung und Verbreitung zu hemmen. Dazu überziehen sie das Innere der Wabenzellen mit einer feinen Propolisschicht. Dadurch kann die Brut gedeihen, der Fortbestand ist gesichert, denn Keime und Erreger haben keine Chance, durch den zarten Film aus Propolis zu dringen.

 

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Befindet sich ein Fremdkörper im Bienenstock – den die Insekten nicht selbst entfernen können – verwenden sie ebenfalls Propolis, um eine drohende Gefahr für das gesamte Volk gleich im Keim zu ersticken – im wahrsten Sinn des Wortes. Es kommt nicht selten vor, dass eine Maus ins Innere des Bienenstockes vordringt. Die Bienen stechen zwar sofort zu und das Ende des Nagers ist besiegelt, aber den toten Körper können die Insekten nicht entsorgen. Um sich vor den Krankheitserregern zu schützen, benutzen die klugen Insekten Propolis und schmieren die tote Maus damit ein. Schon sind sie vor der Keimbelastung, die von dem verendeten Nagetier ausgeht, geschützt.

Dieser ausschweifende Blick in die Welt der Bienen zeigt zwei Aspekte: Bienen stellen Propolis selbst her und es verhindert den Ausbruch von Krankheiten innerhalb eines Volkes.

Geschichtliches zu Propolis

biene bei propolis herstellung

Niemand kann ganz genau sagen, wann der Mensch auf die herausragenden Eigenschaften von Propolis aufmerksam wurde. Allerdings reicht die Behandlung durch „Bienenmedizin“ bis weit in die frühe Menschheitsgeschichte hinein. Bienennahrung wurde als Desinfektionsmittel genutzt, etwa bei Zahnbehandlungen und Operationen. Von den Inkas ist bekannt, dass sie Propolis als heilbringend bei fiebrigen Infektionen ansahen. Hippokrates bediente sich des Bienenharzes, um damit Geschwüre zu behandeln. Aristoteles verordnete Propolis bei Hautverletzungen, insbesondere wenn diese zu eitern begannen. Während der Zeit des römischen Reiches wurde Propolis als Mittel der Wahl angesehen, um kriegsbedingte Wundverletzungen zu behandeln und selbst den Toten diente Bienenharz – die Leiche des Tutanchamun wurde mit Propolis posthum versorgt, ein großer Schritt Richtung Einbalsamierung war getan.

Ein weiterer Beweis für die uralte Geschichte von Propolis resultiert aus der bereits angesprochenen Bezeichnung „vor der Stadt“. Dieser Name wurde von den alten Griechen geschaffen und somit ist zumindest klar, dass diese Naturmedizin wenigstens seit der Antike einen vernünftigen Namen trägt.

Die Herstellung von Propolis

Wie eingangs erwähnt, sorgen Bienen für die Herstellung der Naturmedizin. Nicht selten werden die Fluginsekten belächelt, wenn sie sich an Bäumen zu schaffen machen, anstatt Pflanzen anzusteuern. Es handelt sich keineswegs um „demente“ Bienen, die Bäume mit Pflanzen verwechseln. Im Gegenteil, diese Bienen sammeln Harz von der Baumrinde.

Nadelhölzer oder junge Baumknospen sind eine wahre Fundgrube, derer sich die Bienen bedienen. In unseren Gefilden sind besonders Birken, Buchen, Pappeln, Weiden, Kiefern, Fichten, Erlen und Kastanien besonders frequentiert.

Flugs werden die Pollenkörbchen an den Hinterbeinen mit dem kostbaren Gut befüllt und vollbeladen fliegt die Biene zu ihrem Volk zurück. Dort helfen die „Kolleginnen“, die klebrige Masse aus dem Pollenkörbchen zu entnehmen und weiterzuverarbeiten. Die Helferin gibt ihrerseits Bienenspeichel, Pollenöl und Bienenwachs zu dem Harz und kaut das Ganze ordentlich durch. So entsteht Propolis und das eigentliche Wunder ist die Menge, die ein einziger Bienenstock pro Jahr produzieren kann. So schaffen es Bienenvölker je nach Größe ihres Bienenstockes tatsächlich, bis zu 500 Gramm Propolis herzustellen. Ein einziger Bienenstock, wohlgemerkt. Kein Wunder, immerhin schafft eine einzige „Propolis-Sammelbiene“ während eines Ausfluges bis zu 10 Gramm Harz heran.

Welche Inhaltsstoffe verbergen sich in Propolis?

Propolis besteht nicht nur aus dem eigentlichen Harz der Bäume – glücklicherweise, sonst hätte der Mensch diesen Schutzmechanismus vermutlich schon längst zur Strecke gebracht. Vielmehr handelt es sich um eine ausgeklügelte Mischung:

• ca. 50 – 55 Prozent Harz
• ca. 30 Prozent Bienenwachs
• ca. 10 Prozent ätherische Öle
• ca. 5 Prozent Pollenanteilen
• 3 Prozent organischer Stoffe, etwa kleinste Teile des Ursprungbaumes
• 2 Prozent Mineralstoffe, Spurenelemente (Kalzium, Kalium, Natrium, Magnesium, Eisen, Vitamin H…)
• Aminosäuren, Enzyme und Flavonoide

Diese Kombination ist in der Natur einzigartig und kann vom Menschen in dieser Form nicht hergestellt werden. Besonders den Flavonoiden (sekundäre Pflanzenstoffe) wird eine heilende Wirkung zugeschrieben. Bisher konnten zwischen 150 und 200 Inhaltsstoffe in Propolis nachgewiesen werden. Neben den Flavonoiden wird chemischen Elementen wie Zink, Silizium, Kupfer und Vitaminen heilungsfördernde Eigenschaften zugesprochen. Übrigens hängt es vom „Ursprungsharz“ ab, welche Farbe das spätere Propolis erhält. Die Farbpalette reicht von gelbbraun bis fast ins Schwarze hinein.

Die Wirkung von Propolis

Propolis wirkt bei einer Vielzahl von Beschwerden. Zurückzuführen ist dieser Umstand auf die enthaltenen Inhaltsstoffe, so wirkt das harzartige Produkt antibakteriell, antimikrobiell, antifungal, schmerzstillend, entgiftend und antiallergisch.

Besondere Aufmerksamkeit kommt seiner antibiotischen Wirkung zu. Propolis gilt als das am stärksten wirksamste Antibiotikum aus der Naturapotheke.

Und das Beste daran ist: Die Erreger werden nicht resistent, wie es bei chemisch hergestellten Antibiotika der Fall sein kann.

 

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Die Anwendungsgebiete von Propolis

Propolis zeichnet sich durch eine breite Reihe von Anwendungsmöglichkeiten (hier finden Sie eine Zusammenfassung) aus. Es kann sowohl innerlich als äußerlich angewandt werden.. So ist es beispielsweise erwiesen, das Propolis zahlreiche Bakterienstämme eindämmen kann – etwa die der Staphylokokken oder Streptokokken. Genau jene Bakterien also, die oft für Furunkel, Entzündungen, Harnwegsinfektionen, Nasennebenhöhlenentzündungen oder Wundinfektionen verantwortlich sind.

Die äußeren Anwendungsgebiete von Propolis reichen beispielsweise über Abszesse über Fußpilz, Herpes, Hämorrhoiden, Juckreiz, Sonnenbrand bis hin zur Wundbehandlung. Innerlich wird Propolis angewandt bei Erkältungskrankheiten, Blasenentzündung, Migräne, im Mund- und Zahnbereich, rheumatische Beschwerden, Aphten, Allergien – aber auch zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems, um einige Beispiele zu nennen.

Die Darreichungsformen von Propolis

geerntetes Propolis

Das Naturprodukt kann in reichhaltiger Auswahl verwendet werden. Die Zeiten, in denen Propolis in seiner Urform – also als harzige Masse – angewandt wurde, sind zwar vorbei – und doch kann rohes Propolis erworben werden, um sich seine Tinktur, Salbe oder Creme selbst herzustellen. Propolis ist in fast jeder erdenklichen Form erhältlich:

• Propolis Salbe

Propolis Salbe ist meist fetthaltig und lässt sich gut auf der Haut verstreichen. Sie eignet sich besonders bei Ekzemen und zur Wundbehandlung. Der Vorteil liegt darin, dass die Hautzellen die Wirkstoffe von Propolis „durchlassen“ und so der Heilungsprozess von der Basis an gestartet werden kann.

• Propolis Creme

Eine Creme enthält immer eine gewisse Menge an Wasseranteilen. Je nachdem, wie hoch dieser Wasseranteil ist, ist die Propolis Creme eher schwer und fest oder locker leicht. Propolis Creme kann in der täglichen Körperpflege ebenso Verwendung finden wie bei der Behandlung diverser Beschwerden, etwa Fußpilz, Ekzemen oder Erkrankungen, die mit einer Wundinfektion einhergehen.

• Propolis Tinktur

Die Propolis Tinktur kann äußerlich punktgenau eingesetzt werden. Bei dieser Darreichungsform löst sich Propolis in Alkohol. Je nach Stärke des verwendeten Alkohols löst sich das Harz ganz oder nur teilweise auf. Innerlich angewandt, sollte Propolis Tinktur nur verdünnt Anwendung finden, immerhin handelt es sich um ein stark wirksames Naturprodukt mit Alkohol, bei dem die Wirkung mit Bedacht und Vorsicht zu erreichen ist.

• Propolis Kapseln

Um innere Organe zu behandeln, eignen sich Propolis Kapseln ganz ausgezeichnet. Propolis wird zur Herstellung zu Pulver verarbeitet und wird anschließend in Gelatine-Kapseln abgefüllt. Mit Kapseln kann eine Magenschleimhautentzündung ebenso behandelt werden wie eine Harnwegsinfektion.

• Propolis Spray

Propolis Spray wird hauptsächlich im Rachenbereich eingesetzt. Durch den Sprühstoß verteilt sich der Wirkstoff in Bereichen der Mundhöhle, die sonst schwer erreichbar sind.

• Propolis Pulver

Propolis Pulver ist äußerst vielfältig. Es kann in Joghurt eingerührt werden, um innerlich Anwendung zu finden. Es kann mit warmen Wasser zu einem Breiumschlag verrührt werden und so äußerlich angewandt werden. Propolis Pulver bildet recht schnell klebrige Klumpen, die zwar keine Wirkungseinbußen nach sich ziehen, doch aber die Behandlung erschweren können.

Die richtige Einnahme / Dosierung von Propolis

Wie bei jedem anderen Naturprodukt auch, kann Propolis auf manche Menschen allergen wirken. Die richtige Dosierung richtet sich nach der Darreichungsform. Bei der ersten Anwendung empfiehlt sich eine geringere Dosis zu nehmen als es ausgewiesen ist. Als Faustformel kann bei innerer Anwendung von einem Tropfen pro Kilo Körpergewicht ausgegangen werden. Diese Dosis wird auf 3 bis 4 Gaben über den Tag verteilt. Äußerliche Anwendungen mit Proplois Creme oder Salbe wird zuerst auf Hautverträglichkeit getestet. Am besten nimmt man eine geringe Menge des Produktes und verteilt diese auf einer gesunden Hautstelle. Zeigen sich keine allergischen Reaktionen, kann mit der eigentlichen Behandlung begonnen werden.

Studien zu Propolis

• bei Heuschnupfen

Eine aufsehenerregende Studie wurde im Jahre 1980 an der Sorbonne-Universität unter der Leitung von Prof. Dr. Chauvin in Paris durchgeführt. Dort behandelte man Menschen die an starkem Heuschnupfen litten, mit 8 Kapseln Propolis pro Tag. Das Ergebnis erstaunte die Experten – denn bereits nach einer Woche waren die Patienten beschwerdefrei und zwar bis zum Ende der Heuschnupfen-Saison. Im Folgejahr bekamen die gleichen Patienten eine geringere Dosis und als sensationell gilt die Tatsache, dass diese Patienten auf ihrem weiteren Lebensweg keinen Heuschnupfen mehr bekamen.

• bei Blutdruck

In Bulgarien wurde Propolis an 34 Patienten mit Bluthochdruck verabreicht. Bei allen konnte der zu hohe Wert signifikant gesenkt werden. (Prof. Dr. Harnay)

Propolis wurde bereits in zahlreichen Studien hinreichend untersucht. So konnte die Wirkung gegen Bakterienstämme nachgewiesen werden. Die antibiotische Wirkung wurde an Stämmen der Staphylococcus aureus und Salmonella enteriditis nachgewiesen.

• bei Plaquebildung

Eine Studie beschäftigte sich mit der Plaque-Bildung auf der Zahnoberfläche. Bei regelmäßiger Anwendung von Propolis im Mundbereich verringern sich die Beläge, die sich auf Zahnoberflächen anhaften, deutlich.

• zur Wundheilung

Die Wirkung auf die Wundheilung wurde ebenfalls in Studien nachgewiesen. Ebenfalls der Aspekt der Immunsystem-Beeinflussung. Die antimykotische (hemmt das Pilzwachstum) und antibakterielle Wirkung (siehe diese Studie) wurde ebenso beeindruckend in Studien belegt wie die Haut- und Schleimhautschützende Wirkung.

Der antioxidative Effekt bedeutet, dass Propolis einen Schutz vor freien Radikalen bieten kann – somit sprechen einige Experten vorsichtig davon, dass mit Propolis eventuell eine Tumorbildung verhindert werden könnte.

Eine Übersicht einiger Studien haben wir für Sie HIER zusammengefasst.

Propolis kaufen

Propolis ist ein kleiner Alleskönner – es empfiehlt sich, es in Cremeform und als Tinktur oder Kapseln im Hause zu haben. Damit können innere oder äußere Beschwerden gelindert und behandelt werden. Die Tinktur kann verdünnt mit etwas Wasser eingenommen werden, einigen schmeckt es einfach auf einem Honigbrot.

 

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Propolis ist je nach Darreichungsform beim lokalen Imker, in Apotheken, Reformhäusern, Drogerien und gelegentlich sogar im Supermarkt erhältlich. Beim Kauf sollte auf die Herkunft und eventuell ein vorhandenes Zertifikat für artgerechte Bienenhaltung geachtet werden. Nur so ist gewährleistet, dass keine Pestizide oder andere Substanzen in das Propolis gelangten.

Das Internet bietet beim Kauf von Propolis die Erfahrungen anderer Nutzer. Das Wirkspektrum ist bewiesen, jetzt gilt es nur noch, ein qualitätsorientiertes Produkt zu finden. Hier sind Hersteller aus Deutschland und mit angesprochenen Zertifikat sicher jenen aus anderen Ländern vorzuziehen.

Propolis in der Apitherapie

Die Apitherapie ist eine Behandlungsform, die immer mehr Anhänger findet – aus gutem Grund, es reicht ein kurzer Blick auf die Erfolge dieser Therapieform. Als Apitherapie wird eine Behandlungsform beschrieben, die rein aus Bienenprodukten besteht. Neben Honig, Blütenpollen, Gelee Royal oder Bienengift steht natürlich auch Propolis auf der Liste.

Kurz zum Begriff „Apitherapie“ – dieser Begriff leitet sich aus der lateinischen Bezeichnung für Biene = apis ab. Und das die Therapie eine Form der Heilbehandlung ist, ist sicher allgemein bekannt.

Das berühmteste Bienenprodukt ist sicherlich Honig. Vorausgesetzt, es handelt sich um einen Honig von hoher Qualität, vermag dieser beispielsweise hartnäckigen Husten zu lindern und selbst bei der Wundheilung kann das Naturprodukt helfen.

Propolis zählt zu den Bestandteilen der Apitherapie, die vor allem gegen Keime wirksam vorgeht. Um zu verstehen, was Propolis mit Keime macht, reicht bereits ein Blick in das Innere eines Bienenstockes, denn wer hier nach Bakterien sucht, dürfte keine finden.

Das liegt am Propolis, zu reinen Schutzzwecken von den Bienen produziert. Alles, was als Einlass für Bakterien dienen könnte, wird von den Bienen mit Propolis eingekleistert. Die klebrige, harzartige Masse dient den fleißigen Insekten damit zur regelrechten Abschottung. Gegen schädliche Erreger. Und diese Schutzmaßnahme ist wie oben schon mehrfach beschrieben ein perfekter Schild gegen krankmachende Keime.

Genau dieser Effekt lässt sich leicht auf den Menschen übertragen. Während die Nutztiere beispielsweise Gelee Royal oder Blütenpollen als Nahrung zum eigenen Überleben benötigen, stellen sie Propolis nur als Kittmasse her – nicht für den eigenen Verzehr. Deswegen verwundert es kaum, dass es auch außerhalb des Bienenstocks von hoher Wirksamkeit geprägt ist.

Propolis als Baustein einer gesunden Lebensweise

Die Apitherapie baut nicht nur auf den Einsatz von Propolis auf. Es ist das Gesamte, auf das die Therapieform aufbaut. Propolis kommt überall dort zum Einsatz, wo es gegen Entzündungen, Erkältungen / Grippe gegen Mangelerscheinungen, gegen Pilze oder gegen sonstige, massivere Beschwerden wirken soll. Und dieser Aufgabe kommt der Bienenkitt wunderbar nach.

Als Beispiel möge ein Furunkel dienen. Furunkel entstehen in einem Haarbalg, in der Regel durch das Bakterium Staphylococcus aureus verursacht. Diese Bakterien leben auf der menschlichen Haut – völlig unauffällig. Durch eine winzige, mikroskopisch kleine Wunde können die Keime in diese Hautöffnung eindringen und sich explosionsartig vermehren. Die gleichen Bakterien sind übrigens auch für Abszesse verantwortlich, nur können diese überall am Körper auftreten – auch da, wo keine Haare wachsen.

Der Körper schickt sofort spezielle Blutkörperchen zur Bekämpfung auf die Reise zu den Eindringlingen. Der Kampf beginnt – und er benötigt Platz. Der Körper räumt dem Geschehen Platz in einem Gewebehohlraum ein. Die ausgesandten Blutkörperchen lassen bei dem Kampf ihr Leben und so bildet sich Eiter, hauptsächlich bestehend aus den Immunzellen und den Bakterien. Damit der Eiter im Körper keinen Schaden anrichten kann, kapselt der Körper den Eiter kurzerhand ein. Ein Furunkel ist geboren! Er ist spürbar und kann tief unter der Haut liegen. Nur wenige Hausmittel vermögen, die Kapsel zu sprengen und den Eiter über einen „Kanal“ nach draußen abließen zu lassen. Jetzt kann zwar Antibiotika zum Einsatz kommen – doch ein Mittel aus der Welt der Bienen ist mindestens genauso effektiv: Propolis. Das Bienenharz „zieht“ den Eiter aus dem Hohlraum, aus der Kapsel. Aus dem Körper. Und genau darauf kommt es an.

Propolis hat etwa den gleichen Effekt wie die bekannte schwarze Zugsalbe. Nur hat die genannte Schwefelsalbe den Nachteil, nach einer gewissen Zeit bei den meisten Patienten nicht mehr effektiv zu wirken.

Propolis wirkt sofort gegen die Erreger, wenn es auf den Furunkel oder Abszess aufgebracht wird. Der Erfolg wird relativ schnell sichtbar, indem sich ein Kanal bildet, aus dem der Eiter abfließen kann.

Unterstützung durch andere Bienenprodukte

Wird Propolis in Verbindung mit anderen Bienenprodukten genutzt, hebt sich der gesundheitliche Nutzen noch deutlicher hervor. So kann etwa Propolis wunderbar bei Erkältungsbeschwerden eingenommen werden, während zugleich eine Kur mit Blütenpollen den Aufbau des Abwehrsystems vorantreibt.

Oft sind in Produkten mit Propolis noch weitere Bienenprodukte vereint. Sehr gerne wird die Verbindung Propolis – Gelee Royal gewählt. Während Propolis von den Bienen produziert wird, um keine Erreger in das Bienenzuhause gelangen zu lassen, wird Gelee Royal als Futtersaft für die Bienenkönigin hergestellt. Beide Bienenprodukte sind der Apitherapie zugehörig. Beide Produkte sind als wirksame Naturmittel wissenschaftlich nachgewiesen. Und beide Bienenprodukte zeugen von einer breiten Palette an Wirksamkeit.

Dem Körper Gutes tun

Die Zeiten sind oft hektisch und stressig. Nicht jeder hat da noch Lust, sich am Abend in die Küche zu stellen und Gemüse zu putzen und zuzubereiten. Auch wenn der „Genuss“ von Fastfood keinesfalls zu begrüßen ist, so ist daran nicht viel auszusetzen, wenn man sich ab und an das Mittagessen aus dem Schnellrestaurant einverleibt.

Umso wichtiger, dafür den Mangel an Nährstoffen anders auszugleichen. Auch hier kann die Apitherapie wohlwollend eingreifen. Ein Honigbrot schmieren, dauert nicht lange. Propolis als Kapseln einnehmen geht ganz fix. Genauso schnell lässt sich ein Glas Wasser mit der Propolis-Lösung oder mit einer Trinkampulle Gelee Royal vermengen und austrinken. Damit wird aus der ungesunden Nahrung zwar immer noch keine hochwertige Kost, doch der Körper bekommt so wenigstens eine Vielzahl wertvoller Nährstoffe.

Bekommt der menschliche Organismus dauerhaft nicht ausreichend Nährstoffvielfalt, wird er definitiv erkranken. Das muss nicht immer gleich eine schwere Erkrankung sein, aber selbst solche Beschwerdebilder wie etwa Haarausfall kann durchaus belastend sein.

Quellen und Leseempfehlungen

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/jlac.198919890279/abstract

http://leibnizsozietaet.de/wp-content/uploads/2013/05/16_jacobasch.pdf

http://www.apimondiafoundation.org/foundation/files/120g.pdf

Bitte beachten Sie, dass Propolis bei einigen Personen allergische Reaktionen auslösen kann.
Dieser Artikel dient der neutralen Information und zur persönlichen Weiterbildung und stellt keine medizinische oder diagnostische Empfehlung dar.
Diese Seite ersetzt auf keinen Fall eine Beratung / Behandlung bei einem ausgebildeten Arzt!
Ich bitte Sie, im Falle einer Erkrankung und vor einer Einnahme immer einen anerkannten Mediziner aufzusuchen!
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Bilder: 

calafellvalo CC BY-NC-ND 2.0

Bob Peterson CC BY 2.0

nickodoherty CC BY-SA 2.0

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