Honigwein – Met

Honig ist deutlich mehr als “nur” ein Brotaufstrich: Es ist ein Süßungsmittel, eine Backzutat, kann zum Glasieren von Fleisch genutzt werden oder verfeinert als Gewürz Saucen und Marinaden. In Verbindung mit ausufernden Feierlichkeiten mit Alkohol wird Honig eher nicht in Verbindung gebracht. Außer, es geht um die alten Wikinger oder um mittelalterliche Strategiespiele, dann taucht Honig plötzlich in Verbindung mit Alkohol auf: Honigwein – besser bekannt noch als Met. Oder als Drachenblut, Wikingerblut und Odinsblut. Diese schaurigen Bezeichnungen haben alle einen Ursprung: Den guten, alten Honig. Im nachfolgenden Text dreht sich alles um Honigwein / Met. Um die Geschichte, um die Herstellung, um den Geschmack – und natürlich gibt es ein Rezept, um selber Honigwein herzustellen.

Met ist farblich nie gleich
Honigwein sorgte für die ersten beschwipsten Menschen auf der Erde.

Warum wird Honigwein als “Met” bezeichnet?

“Süßer Trank”, so nannten die Indogermanen Honig, der in ihrer Sprachform “Medhu” hieß. Dieses ursprüngliche Wort zog ganz ohne Globalisierung und Internet weite Kreise um den Erdball: Bis heute wird Honig im französischen und im spanischen Sprachraum als “miel” bezeichnet, die Slawen nennen ihn “möd”, die Dänen und Norweger „mjød“ und die Schweden „mjöd“. Daraus entstand dann das heute gebräuchliche Wort “Met” für Honigwein.

Alkohol tritt auf die Weltbühne

Historiker sind sich einig: Bier, Trauben- und Honigwein waren die ersten alkoholischen Getränke der Geschichte. Ebenso gesichert ist der Umstand, dass Met zufällig entdeckt wurde, denn Honig wurde neben dem Verzehr auch als Konservierungsmittel genutzt. Da man damals noch nichts über den Wassergehalt im Honig wusste, wurde auch solcher mit einem hohen Wassergehalt genutzt. Heute weiß man, dass bei Honig mit einer hohen Feuchtigkeit relativ zügig die Gärung einsetzt.

Einst war Met sogar das “Getränk der Götter”. Die berauschende Wirkung erklärten sich die Menschen dereinst mit einem Übergang der Stärke der Götter auf den Menschen. Heute weiß man freilich, dass die Menschen schlicht betrunken waren. Und doch wurde der Konsum von Met ausgeweitet. Die Menschen haben schon immer gerne gefeiert und Met galt alsbald als Götteropfer, das man darbringen musste. Und es gab damals viel zu Opfern!

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Warum gilt Honigwein als Wikingergetränk?

Der raue Norden Europas ließ den Anbau von Trauben nicht zu. Die Wikinger, deren Zeit zwischen 793 und 1066 datiert ist, nutzen Honig, um daraus Met zu gewinnen. Es wird vermutet, dass nordische Kultur zwar hauptsächlich Bier für den alltäglichen Konsum herstellte. Die Erzeugung von Met dürfte nämlich deutlich teurer gewesen sein, doch welches berauschende Getränk in nun wirklich größeren Mengen konsumiert wurde, ist nicht genau bekannt.

Obwohl die Wikinger oft als wild, barbarisch und ständig betrunken beschrieben werden, diente Met bei ihnen häufig als Wärmespender und als Nahrungsmittel. Man mag es zwar kaum glauben, doch auch die wilden Wikinger hatten bei ihren Festen und Trinkgelagen ihre festen Regeln:

  • Beim gesellschaftlichen Zusammensitzen (sveitardrykkjur) in der Methalle wurde das Trinkhorn nacheinander weitergereicht.
  • Beim “Zweiertrinken” (drekka til hálfs) hingegen tranken lediglich zwei Personen miteinander aus einem Horn.
  • Die beliebteste Form dürfte das Einzeltrinken (einmenningr) gewesen sein, hier kippte sich der Trinker den Inhalt des gesamten Horns alleine hinter die Binde.

Wurde einer beim “unehrlichen” Trinken erwischt, gab es handfeste Raufereien.

Wikinger tranken den Legenden nach ordentliche Mengen von Met
Wikinger machten Honigwein / Met berühmt.

Drachenblut, Odinsblut und Wikingerblut

Was sich etwas furchteinflößend anhört, ist einfach erklärt. Es handelt sich um Honigwein mit diversen Zutaten, so wird Wikinger- oder Odinsblut häufig als ein Honigwein mit Kirschsaft bezeichnet. Drachenblut hingegen ist mit scharfen Gewürzen gespickt.

Met im geschichtlichen Süden

Im süd- und mitteleuropäischen Klima gedeihen Trauben besonders gut. So verwundert es nicht, dass Honigwein in der Geschichte alsbald von Traubenwein verdrängt wurde. Nach und nach verschwand Met, teilweise wurde er nur noch in Klöstern hergestellt. Es dauerte nicht lange, da verbreitete sich die Meinung, dass Honigwein eine heilende Wirkung beinhalten würde.
Mittelalterliche Heiler verordneten ihn bei Entzündungen, bei Magen-Darm-Beschwerden, bei Erkältungen oder schlicht zur Kräftigung.

Wikinger brauten viel Honigwein
Die Wikinger nahmen immer genug Honigwein mit aufs Schiff

Honigwein / Met in der heutigen Zeit

Steuere im Winter auf dem Weihnachtsmarkt statt dem Stand mit dem Glühwein versuchsweise den Stand mit dem Honigwein an. Könner stellen heute Met her, der geschmacklich einem außerordentlichen Glühwein das Wasser reichen kann. Honigwein ist eine Spezialität, die leider nicht mehr die Aufmerksamkeit bekommt, die sie eigentlich verdient.
Ähnlich wie beim Keltern von Wein gibt es auch bei der Met-Herstellung enorme Unterschiede, die sich geschmacklich auswirken. Es gibt ausgezeichneter Honigwein, mit erlesenen Geschmacksnoten, es gibt günstigen Fusel, der wahrlich nicht als Empfehlung taugt. Es hängt von vielen Aspekten ab, ob Met eine kulinarische Sensation oder etwas für den Ausguss wird. Der Honig, die Gewürze und die Künste des Produzenten. Wenn du Met kosten möchtest, solltest du dies bestenfalls an einem Honigstand tun, etwa auf dem regionalen Markt oder eben auf besagtem Weihnachtsmarkt.

Honigwein selber machen

Du möchtest dich selbst an die Herstellung von Met machen? Schwer ist es eigentlich nicht, doch es gehört schon etwas Erfahrung zu diesem Handwerk. Hier ein einfaches Rezept, welches beliebig erweiterbar ist:

Die Zutaten:

  • 1 Kilo hochwertigen Honig
  • 1,5 Liter Wasser
  • 1 Liter Apfelsaft, naturtrüb
  • 1 Teelöffel Reinzuchthefe
  • Hefenährsalz

So wird’s gemacht:

Erwärme langsam das Wasser und löse den Honig darin auf. Achte darauf, dass die Temperatur 40 Grad nicht übersteigt. Ist der Honig aufgelöst, lässt du das Gemisch auf etwa 20 Grad abkühlen und gibst den Apfelsaft, das Hefenährsalz und die Reinzuchthefe dazu. Fülle das Ganze in einen Gärballon, allerdings darf dieser nicht bis an den Rand gefüllt werden, da die Hefebakterien Platz brauchen und sich ausdehnen.

Spätestens am zweiten Tag sollte die Gärung eingesetzt haben, was du an der Blasenbildung erkennst. Das ist dann auch der Grund, warum der Gärballon niemals luftdicht verschlossen sein darf, das Gas muss irgendwohin entweichen können.

Nach etwa zwei Wochen sinkt die Hefe auf den Boden, diese muss mit einem Weinheber abgezogen werden. Jetzt gärt der Wein nur noch. Je wärmer die Umgebungstemperatur ist, umso schneller schreitet die Gärung vonstatten. Wenn nichts mehr blubbert, lässt du ihn nochmals einige Wochen stehen, ziehst erneut die Hefe ab und kannst ihn abfiltern und in Flaschen füllen. Übrigens ergibt die Herstellung von Met meist einen alkoholischen Wert von etwa 15 Prozent – also Vorsicht, wenn Kinder im Hause sind – Honigwein, das hört sich so nett an, hat es aber durchaus in sich.

Bitte beachten Sie, dass Bienenprodukte bei einigen Personen allergische Reaktionen auslösen können.

Dieser Artikel dient der neutralen Information und zur persönlichen Weiterbildung und stellt keine medizinische oder diagnostische Empfehlung dar.

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