Ist Honig vegan & leckere vegane Alternativen

Es gleicht einer Gretchenfrage, ob Honig ein veganes Lebensmittel ist oder nicht. So viel sei vornweg verraten: Eine pauschale Antwort gibt es nicht, ergo lautet die klare Antwort auf die Eingangfrage: es kommt darauf an. Doch gerade bei solch kontroversen Themen erhitzen die Gemüter rasend schnell.

Es gibt zahllose Diskussionen eifriger veganer darüber, dass Honig natürlich kein veganes Produkt ist – jeder, der anderes behauptet, wird „virtuell gesteinigt“ doch betrachtet man ganz unverbindlich die Anzahl der getöteten Insekten bei der Gemüseernte, müsste doch die Frage erlaubt sein, was denn dann noch als vegan gilt?

Was bedeutet „vegan“?

Die vegane Lebensweise wird als „Veganismus“ bezeichnet und bedeutet, dass der Veganer keinerlei tierischen Produkte zu sich nimmt oder in sonstiger Form benutzt. Dabei beschränkt sich das meist nicht nur auf die Nahrung, sondern setzt sich konsequenterweise auch bei der Kleidung oder den Schuhen fort. Lederprodukte werden ebenso gemieden wie herkömmliche Kosmetika. Das alles sind ehrbare Gründe, keine Frage.

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Immerhin geht es darum, dass keinem Tier Leid zugefügt wird, nur damit der Mensch etwas zu Konsumieren hat. Es gibt zahlreiche Lebensmittel, die ohne tierische Bestandteile sind. Und ob Schuhe oder Geldbörsen aus Leder sein müssen, darf bezweifelt werden. Das Gleiche gilt für kosmetische Produkte. Bleibt also die Frage, ob Bienen Leid zugefügt wird? Ob sie ausgebeutet werden? Die Antwort ist nicht ganz einfach.

Wann ist Honig keinesfalls vegan?

Geht man nach dem Grundsatz des Veganismus, ist Honig aus industrieller Zucht niemals vegan. Dabei handelt es sich im Normalfall um den günstigen Honig, der aus dem Ausland importiert wird. Die Tiere werden nicht artgerecht gehalten, teilweise werden sie mit abstrusen Methoden genötigt und es kommen sicherlich auch in einigen Betrieben Pestizide zum Einsatz.

Das alles hat mit dem Leben im Einklang der Natur nichts zu tun. Es gibt Imker, die die Flügel der Königin beschneiden, um sie am Schwärmen zu hindern. Das ist absolut nicht tierschutzkonform und der Honig dieses Volkes kann selbstredend nicht als vegan bezeichnet werden, immerhin müssen hier tatsächlich Tiere leiden, um dem Menschen einen Ertrag zu sichern.

Ganz anders sieht es hingegen in der biologischen Imkerei aus, denn hier ist jegliche Form der Verstümmlung, zu der auch das Beschneiden der Flügel gehört, verboten.
In der Schweiz und in Deutschland gelten sehr strenge Regeln bezüglich der Imkerei und der Honigproduktion.

Allerdings gibt es (leider) hierzulande in den meisten Supermarktregalen importierten Honig, diesen erkennst Du an der Etikettierung. Dort steht dann „Mischung von Honig aus EG-Ländern und Nicht-EG-Ländern“. Solch ein Honig kann sicher in den wenigsten Fällen als „vegan“ bezeichnet werden, denn es handelt sich um ein Massenprodukt, bei dem der wirtschaftliche Ertrag weit vor dem Tier steht. Eventuell gibt es Ausnahmen, doch diese zu finden, dürfte nicht ganz einfach werden.

Das allein ist schon Grund genug, ausschließlich auf Honig von einem deutschen Imker zurückzugreifen – ob man jetzt veganer, Vegetarier oder „Normal-Esser“ ist.

Wann könnte Honig vegan sein?

Bio-Honig aus Deutschland kann – völlig objektiv betrachtet – tatsächlich ein veganes Produkt sein. Das Ökosiegel bezieht sich auf die Haltung der Tiere und hat nichts mit den Pflanzen zu tun.

So besteht beispielsweise das Bienenzuhause nicht aus Kunststoff, sondern aus Holz. Konsequenterweise muss der Schutzanstrich für das Holz ebenfalls so beschaffen sein, dass er nicht auf den Honig übergeht oder den Tieren schaden kann.

Auch Bienen, die in einem natürlich gebauten Bienenstock leben, sind vor Krankheiten nicht gefeit, doch bei der Beihandlung gelten für Bio-Imker andere Grundsätze wie bei der industriellen Imkerei. Bio-Imker dürfen beispielsweise nur Substanzen benutzen, wie sie auch im Honig selbst vorkommen, etwa synthetisch hergestellte Ameisensäure oder Oxalsäure. Die Fütterung erfolgt bei den meisten Öko-Imkern mit dem eigenen Honig, wenn zugefüttert wird, dann nicht mit einer billigen Zuckerlösung, sondern mit qualitativ wertvollem Biorübenzucker oder Rohrohrzucker, ebenfalls aus einem biologischen Anbau.

Jeder verantwortungsvolle Bio-Imker achtet und schützt seine Bienen. Im Gegensatz zur Großimkerei lassen Bio-Imker den Tieren genug Honig zur Überwinterung.

Artgerechte Entwicklung

Ein gesundes Bienenvolk produziert rund 140 Kilo Honig in einem Sommer, wenn es ausreichend Trachtquellen gibt. Von diesen 140 Kilo verbrauchen die Tiere während der „Saison“ ungefähr 80 Kilo selbst. Für den nächsten Winter können dann nochmals rund 25 Kilo für die Fütterung gerechnet werden. Somit bleiben dem Imker im Endresultat noch stolze 35 Kilo Honig übrig, die tatsächlich nicht von den Tieren verbraucht werden.

Um es nochmals zu betonen: Große industrielle Betriebe lassen den Bienen die 25 Kilo Honig nicht zur Überwinterung, sondern füttern mit einer Zuckerlösung.

Bio-Imker hingegen ernten die Honigmenge, die überschüssig ist. Und hier liegen für die meisten Menschen die Unterschiede zwischen veganem und nicht-veganem Honig.

Quelle: bioimkerhonig.de/bienenhonig/ist-honig-vegan.php

Vegane Alternativen zu Honig

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Dennoch gibt es natürlich genügend Veganer, die anzweifeln, dass es Imker gibt, die ihre Tiere liebevoll und artgerecht behandeln, die ihnen nichts wegnehmen und die sie schon gar nicht quälen oder töten. Da für diese Menschen Honig keinesfalls vegan sein kann, gibt es dennoch Alternativen, die auf rein pflanzlicher Basis produziert werden (zu empfehlen ist z.B. dieses Produkt hier auf Amazon).

Bio-Kokosnektar

Kokosnektar steckt voller Nährstoffe und wird als Süßungsmittel verwendet. Er wird von den Bauern geerntet, indem sie die Kokospalmen emporklettern, um den Saft aus den geöffneten Palmblüten zu entnehmen.

Die Kokospalme produziert daraufhin immer mehr Nektar, was den Bauern eine reichhaltige Ernte beschert. Geschmacklich erinnert nur wenig an die Kokosnuss, der Sirup schmeckt eher nach Karamell.

Es ist ein tolles Süßungsmittel und gerade durch die karamellisierende Note ergibt sich ein feines Schmankerl bei der Süßung von Desserts. Auch als Honigersatz zum Bestreichen des Frühstücksbrötchens ist Kokosnektar eine echte Alternative.

Bevor du gehst..

Mein Tipp: diese Tropfen verwende ich selbst: