Honig als Heilmittel • Anwendungen & Wirkung im Überblick

Honig wird schon seit Urzeiten vom Menschen genutzt, einerseits als wohlschmeckendes Lebensmittel, andererseits als Heilmittel. In steinzeitlichen Höhlen sind sogenannte „Honigjäger“ zu sehen, die das Bienenprodukt sammeln. Deswegen wissen wir heute, dass Honig seit mindestens 9000 Jahren ein fester Bestandteil des Menschen ist.

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Was würden wir darum geben, den ersten Menschen, der Honig kostete, sehen zu können. Dieser tapfere Mensch riskierte immerhin sein Leben, denn es wusste ja niemand, welche Reaktion nach dem Versuch erfolgen wird.

Es muss sicher ein beglückendes Erlebnis gewesen sein, solch eine Süße findet sich in der Natur sonst nirgends. Früchte geben diese tiefe Süße nicht her und die Steinzeit war noch weit weg von Zucker oder zuckerähnlichen Produkten.

Anhand der Höhlenmalereien lässt sich erkennen, dass der Honigjäger auf einen Baum klettert, in einer Hand ein Sammelgefäß, die andere Hand im Honigstock. Falls du die beeindruckende Höhlenmalerei mal in Natura sehen möchtest, dann nutze deinen nächsten Spanien-Urlaub dazu, falls du nahe Valencia bist. Dort findest du die berühmten Cuevas de la Araña, also die Höhlengruppe mit den berühmten Malereien der Honigjäger – oder Jägerinnen.

Ob die Menschen damals Honig zum Süßen verwendeten oder ihn bereits als Heilmittel einsetzten? So genau weiß man das heute nicht, die ersten belegten Heilanwendungen kamen erst später in der Geschichte.

In der Ostsee fand man übrigens Bienen, die in Bernstein eingeschlossen waren. Geschätztes Alter: 40 bis 50 Millionen Jahre. Ganz interessant, die Bienen zeigten kaum Unterschiede zu unseren heutigen Bienen.

Honig in der Geschichte

Historiker glauben, dass im 7. Jahrtausend vor Chr. erstmals Bienen gezielt gehalten wurden. Im Alten Ägypten, in Babylonien, in Indien und in China wurde der süßen Köstlichkeit göttliche Verehrung entgegengebracht. Bei den Ägyptern galten die Bienen als Symbol für die Pharaonen, das war so um 3.200 v. Chr. Wer damals mit den Bienen gut umgehen konnte, stand hoch im Kurs. Honig war beliebt und teuer.

Im zentralen Gebiet des heutigen Irak – in Mesopotamien – entstand die erste Hochkultur der Menschheit. Auf Tontafeln zeichneten die Menschen erstmals die Heilwirkung von Honig auf. Sinngemäß stand beispielsweise in einem Rezept, dass man Flussschlamm mit Honig und Zedernöl zu einer Masse verrühren solle, um so eine Salbe zu gewinnen.

Dabei stand in den vergangenen Epochen nie Honig allein im Mittelpunkt, ihn umschwirrte stets ein gewisser Mythos und er wurde mit etlichen Legenden in Verbindung gebracht. Offensichtlich hatten die Menschen schon früh erkannt, zu welch außergewöhnlichen Heilungen Honig imstande sein kann.

Um die Götter milde zu stimmen, wurde Honig in vielen Kulturen als Opfergabe angeboten. Obwohl die Völker und Kulturen damals noch nichts voneinander wussten, galt Honig als in der asiatischen Welt und in der mittelamerikanischen Welt als heilig. Denn wie die vorderasiatischen Hochkulturen auch, gaben die Mayas ebenfalls Honig als Opfergabe an die Götter.

Die alten Griechen

Die Griechen legten ebenso wie die Ägypter Honig zu den Verstorbenen ins Grab und im alten Rom war man von Honig so angetan, dass die gezielte Bienenhaltung weit verbreitet war.

In Griechenland galt die Bienenhaltung ebenfalls als lukratives Geschäft, zumal diese die Eigenschaften in der Kosmetik erkannten. Honig war als Schönheits- und Heilmittel gefragt.

Überhaupt war Honig lange Zeit in vielen Kulturen heilig. Der Göttin der Fruchtbarkeit wurde Honig dargeboten, im heutigen Nahen Osten war die Rede vom Land, in dem Milch und Honig fließen und in Indien ist Honig, gemeinsam mit Milch bis heute eine traditionelle Beigabe bei einer Hochzeit.

Honig blickt auf eine lange Geschichte zurück und so zerstörerisch der Mensch auch mit anderen Lebewesen umging – die Bienen nahmen schon immer eine besondere Stellung im Tierreich ein. Das erkannte sogar Napoleon, dessen Wappentier tatsächlich die Biene war und dessen Gewänder damit bestickt wurde.

Honig als Heilmittel

Um nochmals ins Geschichtsbuch einzutauchen: Honig in der Heilkunde gehört ebenso zur Menschheitsgeschichte wie der Genuss als Süßungsmittel. So fanden Archäologen etwa Aufzeichnungen, die ungefähr auf den Zeitraum 2000 vor Chr. eingegrenzt werden konnten. Dabei handelte es sich um Rezepte für Salben, deren Hauptinhaltsstoff Honig war.

Im Grunde zieht sich die Heilwirkung von Honig durch die gesamte Menschheitsgeschichte. Der Papyrus Ebers ist ein „Werk“, welches vor rund 3.500 Jahren im alten Ägypten entstand und tatsächlich knapp 150 Rezepte enthält, welche Honig als wirksamen Inhaltsstoff anpreisen.

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Immer im Fokus

Im Gegensatz zu vielen anderen Heilkräutern und Pflanzen verschwand Honig als Heilmittel nie ganz aus dem Bewusstsein der Menschen, selbst die Entdeckung von Penicillin konnte Honig nicht von seinem Thron verstoßen. Der zweite Weltkrieg war es, der Honig als Wundsalbe salonfähig machte der Zeit gelang es Wissenschaftlern nach und nach, die einzelnen Inhaltsstoffe im Honig zu selektieren und als der neuseeländische Forscher Peter Molan seine jahrelange Arbeit am Manuka Honig veröffentlichte, gab es fast kein Halten mehr. Heute wird gerade Manuka Honig in etlichen Kliniken weltweit als Heilmittel eingesetzt.

Die Anwendungsmöglichkeiten von Honig

„Normaler“ Honig wirkt bereits desinfizierend, antibakteriell und wundheilungsfördernd. Dennoch ist Honig ein Lebensmittel und kein Heilmittel – mit einer Ausnahme: Manuka Honig. Denn der Honig, dessen Wurzeln in Neuseeland liegen, ist mit einer Substanz namens Methylglyoxal (MGO) ausgerüstet, die wertvolle Eigenschaften bezüglich der medizinischen Wirkweise mit sich bringt:

  • Die entzündungshemmende Wirkung verhindert eine Infektion der Wunde.
  • Seine visköse Eigenschaft „dichtet“ eine Wunde komplett ab.
  • Durch den antibakteriellen Effekt werden Keime unschädlich gemacht.
  • Die wasseranziehende Eigenheit durch Honig schafft ein ideales Wundklima, welches die Heilung beschleunigt.
  • Die Wundbehandlung mit Honig vermindert die Geruchsbildung bei großflächigen Wunden.

In den Kliniken wird spezieller „Medihoney“ genutzt, dabei handelt es sich um einen Honig, der vorab mit Gammastrahlen zu 100 Prozent keimfrei gemacht wurde.

Honig – ganz besonders Manuka Honig – hat wie schon genannt, folgende Eigenschaften: er wirkt antibakteriell, antibiotisch, antiviral und kann gegen Pilze vorgehen. Damit ist es zwar noch lange kein Wundermittel, aber doch ein gutes Hausmittel für den heimischen Apothekenschrank. Er kann überall dort eingesetzt werden, wo Keime involviert sind. Auf Wunden, bei Verbrennungen, Nagel- oder Fußpilz, Magen-Darm-Beschwerden, Erkältungskrankheiten, Hauterkrankungen oder bei entzündlichen Beschwerden, etwa der Magenschleimhautentzündung.

Die Wirkungen im Überblick

Bei Magen-Darm-Erkrankungen

Da Honig das Wachstum zahlreicher Bakterienstämme hemmt, unter anderem auch das des gefährlichen „Helicobacter pylori“, kann Honig unterstützend bei der Behandlung gegen Magengeschwüre oder Magenentzündungen eingesetzt werden. Es gibt kleinere Studien, die zeigen, dass hier Manuka Honig mit einem hohen MGO-Gehalt die beste Wirksamkeit zeigte. Allerdings solltest du eine Erkrankung wie ein Magengeschwür natürlich nicht in Eigenregie „behandeln“, sondern immer in Absprache mit dem Arzt agieren.

Auch bei einer Magen-Darm-Grippe kannst du mit Manuka Honig gute Heilerfolge erzielen. Doch auch hier gilt: Zuerst den Arzt konsultieren, um eine eventuell andere Erkrankung auszuschließen. Die Magen-Darm-Grippe wird in der Regel von Rotaviren, Adenoviren, Astroviren oder Noroviren verursacht.

Hier kann Manuka Honig helfen, die Viren in Schach zu halten und diese am Wachstum zu hindern. Das größte Problem dürfte hier wohl darin liegen, dass die meisten Patienten bei einer Magen-Darm-Erkrankung kaum etwas Süßes „runterbekommen“, deswegen empfiehlt es sich, den Honig in einen Kräutertee zu rühren.

Heuschnupfen

Es gibt etliche Heuschnupfen-Geplagte, die darauf schwören, dass Honig ihren Heuschnupfen verbesserte oder gar zum Abklingen brachte. Es gibt zwar wissenschaftliche Arbeiten dahingehend, doch diese sind nicht aussagekräftig, da sie ohne Kontrollgruppe stattfanden.

Hier ist dennoch anzumerken, dass die regelmäßige Einnahme eines Honigs, der aus deiner Region stammt, tatsächlich dein Immunsystem so weit aufbauen kann, dass es dann während der Heuschnupfensaison zu einem deutlich schwächeren Verlauf kommen kann.

Erkältungen

Es ist ein uraltes Hausmittel, Milch mit Honig gegen Erkältungsbeschwerden. Besonders bei Husten zeigen sich Sorten wie Buchweizenhonig oder echter Fenchelhonig wirksam. Auch Waldhonig oder Kastanienhonig sind aufgrund ihrer inhaltlichen Zusammensetzung eine gute Wahl. Besonders zu empfehlen ist natürlich auch bei Husten oder anderen Erkältungskrankheiten Manuka Honig mit einem hohen Anteil an MGO.

Immunsystem

Ein guter Honig ist eine Wohltat für den gesamten Organismus. Das Abwehrsystem ist ein komplexes Zusammenspiel von Stoffwechselprozessen. Bereits eine kleine Lücke im Immunsystem reicht aus, um leichte Beschwerden wie etwa den berüchtigten Lippenherpes hervorzurufen. Mit regelmäßigem Verzehr von qualitativ hochwertigem Honig kann das körpereigene Abwehrsystem gut unterstützt werden.

Verletzungen

Natürlich versteht es sich von selbst, dass größere, stark blutende oder verschmutzte Verletzungen unverzüglich einem Arzt gezeigt werden müssen. Den Tipp, eine Verletzung mit Honig zu behandeln, bezieht sich ausschließlich auf kleine Verletzungen, die weder tiefgehend noch großflächig sind. Ein leicht aufgeschürftes Knie, eine kleine Schnittwunde oder ein entzündetes Nagelbett – das sind Beschwerden, die sich mit Honig als Heilmittel behandeln lassen können.

Achte darauf, dass du die Verletzung desinfizierst, bevor du Honig anwendest. Auch hier empfiehlt sich Manuka Honig, da dieser die stärksten antibakteriellen Eigenschaften aufweist, sofern er einen hohen Gehalt an MGO hat, anzuraten wären mindestens 400+.

Verbrennungen

Bei einer Verbrennung gilt das Gleiche wie bei der Verletzung: Nur leichte, oberflächliche Verbrennungen können in Eigenregie behandelt werden. Selbst ein ausgeprägter Sonnenbrand gehört unter ärztliche Aufsicht. Honig hilft der Haut bei der Regeneration und wirkt antiseptisch. Kleine Brandwunden kannst du mit Honig bestreichen, bestenfalls natürlich Manuka Honig.

Abszesse und Furunkel

Selbstverständlich diagnostiziert ein Arzt den Abszess oder Furunkel. Doch manche Menschen haben eine Tendenz dazu, dauernd die kleinen eingekapselten Eiteransammlungen irgendwo am Körper zu bekommen. Wer aufgrund der Häufigkeit sicher ist, einen Abszess zu haben, behandelt ihn mit Manuka Honig mindestens 400+ MGO.

Doch das ist noch nicht alles: Der Abszess wird sich vermutlich durch die Behandlung mit dem heilenden Honig auflösen. Ist die Hautstelle wieder gesund und ohne Beule, sollte dennoch weiterhin Honig regelmäßig auf die kritischen Stellen aufgebracht werden. Denn wie viele Erfahrungsberichte zeigen, kommen Abszesse immer wieder an der gleichen Stelle zum Vorschein. Mit Manuka Honig ist also eine echte Prophylaxe möglich, da der Honig den Bakterien wenig Platz zum Entfalten gibt.

Nagelpilz, Fußpilz

Ein Pilz ist keine Kleinigkeit, denn die Sporen wachsen rasend schnell. Durch ihre Unsichtbarkeit können sie oft unbemerkt großen Schaden anrichten. Deswegen sollte bei den ersten Anzeichen eines Pilzes direkt der Dermatologe aufgesucht werden und es empfiehlt sich, dessen verschriebene Medikamente akkurat anzuwenden. Honig kann hier nur unterstützend eingreifen, da sich Pilzsporen schnell vermehren können.

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Fazit

Honig zur Verbesserung unserer Gesundheit folgt einer langen Geschichte, die sich wie ein roter Faden durch die verschiedenen Epochen der Menschheit zieht. Schon in der Steinzeit nutzten die Menschen Honig und in verschiedenen Kulturen wurde das Bienenprodukt als Opfer für die Götter dargeboten. Selbst als Grabbeigabe oder zur Einbalsamierung von Leichnamen war Honig ein wertvoller Rohstoff.

Offensichtlich hat der Mensch sehr früh erkannt, welch enormes Potenzial in der süßen Köstlichkeit steckt. Während die Römer Honig hauptsächlich in der Küche als Zutat verwandten, nutzen die Griechen ihn als Heilmittel.

Honig blieb

Erstaunlicherweise verschwand Honig auch nie in der Versenkung nach dem Aufkommen von neuen medikamentösen Substanzen. Abgesehen vom medizinischen Honig ist und bleibt das Bienenprodukt ein Lebensmittel, allerdings mit Potenzial in der Heilkunde. Honig wirkt antibakteriell, antiseptisch, antiviral und fungizid.

Hier ist natürlich an erster Stelle Manuka Honig zu nennen, dessen Wirksamkeit auf einem besonderen Inhaltsstoff beruht (Methylglyoxal). Doch auch andere Honigsorten werden nach alter Tradition wirksam als Hausmittel genannt, denke nur an den Fenchelhonig bei Husten.

Alles in allem ist Honig ein Heilmittel, das nicht nur ein Plätzchen auf dem Frühstückstisch haben sollte, sonder auch eines im hauseigenen Apothekenschrank. Doch natürlich kann keine Wunde mit einem Honig behandelt werden, in dem sich Butterreste befinden. Deswegen: hochwertiger Honig fürs Brötchen und bestenfalls Manuka Honig im Apothekenschrank für Beschwerden.

Bitte beachten Sie, dass Bienenprodukte bei einigen Personen allergische Reaktionen auslösen können.
Dieser Artikel dient der neutralen Information und zur persönlichen Weiterbildung und stellt keine medizinische oder diagnostische Empfehlung dar.
Diese Seite ersetzt auf keinen Fall eine Beratung / Behandlung bei einem ausgebildeten Arzt!
Ich bitte Sie, im Falle einer Erkrankung und vor einer Einnahme immer einen anerkannten Mediziner aufzusuchen!
Ich erhebe keinen Anspruch auf die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Informationen, ebenfalls übernehme ich keine Haftung für mögliche Schäden oder Unannehmlichkeiten welche sich aus einer Einnahme / Eigenbehandlung auf Grund der hier dargestellten Informationen ergeben sollten.

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